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Kreis Mettmann
Schilling wird neuer Kreisdechant

Kreis Mettmann: Schilling wird neuer Kreisdechant
Pastor Daniel Schilling bei seiner Amtseinführung in St. Peter und Paul im März des Jahres 2014. FOTO: achim blazy
Kreis Mettmann. Er bleibt aber in Ratingen, wo er erst seit anderthalb Jahren Leitender Pfarrer der Innenstadt-Pfarrei ist. Von Gabriele Hannen

Daniel Schilling, Pfarrer an St. Peter und Paul, wird noch in diesem Monat Kreisdechant des Dekanats Mettmann. Er folgt damit auf Ulrich Hennes, der am 18. Oktober sein Amt als Düsseldorfer Stadtdechant antritt.

Die Jugendseelsorge im Erzbistum Köln scheint also ein gutes Sprungbrett zu sein: Der noch amtierende Kreisdechant Hennes kümmerte sich auf seinem kirchlichen Karriereweg als Diözesan-Jugendseelsorger um junge Leute. Und Schilling ist nicht nur im Herzen immer noch mit seiner ehemaligen Aufgabe als Kreisjugendseelsorger verbunden. Aktuell leitete er eine Gruppe von Ministranten, die Rom wallfahrend besuchen.

Am 18. Oktober, wenn Hennes (Jahrgang 1962) seine neue Stelle als Düsseldorfer Stadtdechant antritt, wird Schilling (Jahrgang 1973) im Kreis Mettmann Hirte von insgesamt 190.000 katholischen Christen. Rund 13.000 steuert er bei, wenn man damit die Ratinger Katholiken in seiner Pfarre St. Peter und Paul umreißen möchte. Er wird allerdings in Ratingen bleiben, wo er vor gerade einmal anderthalb Jahren als Leitender Pfarrer in der Innenstadt-Pfarrei seinen Posten antrat. Die Erzdiözese teilte den Amtswechsel gestern morgen offiziell mit.

Schilling wurde in Wuppertal geboren und absolvierte nach seinem Schulabschluss eine Ausbildung zum Orgel- und Harmoniumbauer. Dann entschloss er sich, Priester zu werden und holte sein Abitur nach. In Bonn und Freiburg studierte er Theologie; nach der Priesterweihe im Jahr 2003 arbeitete er als Kaplan in Waldbröl und in Kaarst. 2008 wurde er Kreisjugendseelsorger für das Kreisdekanat Mettmann und Subsidiar in St. Anna/Ratingen.

Rainer Maria Kardinal Woelki ernennt nach Absprache Geeignete zum Kreisdechanten - klassische Bewerbungen auf das Amt sind nicht üblich. Zwei andere Kandidaten kamen nicht in Frage. Schilling betonte: Mit dieser Anfrage habe er wirklich in keinerlei Hinsicht gerechnet. Gerade vor dem Hintergrund, dass er erst seit eineinhalb Jahren Pastor und damit einer der jüngsten Leitenden Pfarrer sei. Nach einer gewissen Bedenkzeit habe er dem Kardinal zugesagt. Er habe sich immer eine Kirche gewünscht, die sich bewegt, einen Papst, der bewegt und einen Erzbischof, der bewegen will.

Und wörtlich zu Woelki: "Nun ist alles gegeben. Wenn du mich nun bittest, im Amt als Kreisdechant mit zu bewegen und auch, wenn ich mit deiner Anfrage zuerst meine Probleme hatte, möchte ich dir heute mein Ja zukommen lassen." Er tut das im sicheren Vertrauen auf seine eigene Kraft. Er weiß, dass mannigfaltige Aufgaben - nicht zuletzt baulicher Art inmitten der historischen Altstadt von Ratingen - und die Anliegen eines ganzen Kreises von ihm gestemmt werden müssen.

Am Donnerstag kamen Kardinal Woelki, der designierte Kreisdechant und die jugendlichen Wallfahrer in Rom bei Gottesdienst und Abendessen zusammen. Gestern sollte dann es nach Hause gehen.

Quelle: RP
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