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Heiligenhaus
Schlüsselregion zählt 80 Gäste beim Frühstück zum Jahresauftakt

Heiligenhaus. Treffen an ungewöhnlicher Stelle: Das erste Wirtschaftsfrühstück 2018 fand im Velberter Gebrauchtwaren-Kaufhaus statt.

Zum Auftakt des Veranstaltungsjahres trafen sich die Mitglieder der Schlüsselregion an einem eher ungewöhnlichen Ort: Über 80 Unternehmer kamen ins Gebrauchtwarenhaus Velbert zum Wirtschaftsfrühstück des Unternehmensverbands, um sich über das Konzept des Hauses und über die Arbeitsplatzgestaltung der Zukunft zu informieren.

Entstanden ist die Idee zu einer Veranstaltung aus der guten Nachbarschaft des Schlüsselregion-Mitglieds fastplan GmbH zum Gebrauchtwarenhaus, das seinerseits von der bepro, einem Mitglied der Diakonie, betrieben wird. Das Gebrauchtwarenhaus befindet sich in den ehemaligen Hallen einer großen Schloss- und Beschlagfabrik, so dass die Besucher auch ein wenig Industrieflair erwartete. Tobias Hanke berichtete den Teilnehmern von seinem Konzept, Erwerbslose auf den Weg in den Arbeitsmarkt zu begleiten. Der Betriebsleiter hat seit Sommer 2017 das ehemalige Sozialkaufhaus komplett umgekrempelt.

Mit Ehrenamtlichen, Festangestellten und Beschäftigten aus Arbeitsgelegenheits-Maßnahmen wurde aus dem Sozialkaufhaus ein Einkaufserlebnis mit Industriekultur: Hemden hängen wie in einer Waschkaue, indirektes Licht sorgt für angenehme Beleuchtung und die Bücherregale und gemütlichen Sofas laden zum Verweilen ein. "Wir versuchen hier, eine freundliche Einkaufsatmosphäre mit bezahlbaren Preisen für alle zu schaffen. Gleichzeitig bieten wir unseren Mitarbeitern in Eingliederungsmaßnahmen eine Vorbereitung auf den ersten Arbeitsmarkt", erklärt Hanke. Viele Baumaterialien sind auch Upcycling-Produkte, etwa aus Produktionshallen. Diese werden von den Mitarbeitern aufbereitet oder zu Möbeln und Dekoration umfunktioniert.

In seinem Vortrag berichtete Peter Rösler, Geschäftsführer des Ingenieurbüros fastplan, von neuen Methoden, Arbeitsplätze in der Industrie zu optimieren: "Wir nutzen seit etwa drei Jahren eine eigene Software. Dazu filmen wir Mitarbeiter in der Produktion und analysieren Schwachstellen, die zu physischen Schäden führen können", berichtet Rösler von seinem Augmented Reality-Ansatz in der Fabrikplanung. Auf Grundlage des Videomaterials schlägt die Software Verbesserungsvorschläge vor, die mit den Arbeitern und ihren Vorgesetzten besprochen werden. "Durch diese Form der Dokumentation erkennen die Betroffenen die Problematik auf einen Blick und sind offen für unsere Lösungsvorschläge. Denn oft sind es Kleinigkeiten wie zu weite Greifwege oder häufiges schweres Heben, die später Schäden verursachen können."

(RP/köh)
 
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