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Ratingen
Schmucke Oldtimer sind ein Blickfang

Ratingen: Schmucke Oldtimer sind ein Blickfang
Die teilnehmenden Oldtimer der Lions-Ruhr-Rallye wurden vor dem Wülfrather Rathaus bewertet und von den Fans bestaunt, wie hier ein Jaguar XK 140 von 1954. FOTO: Dietrich Janicki
Ratingen. Beim Schau-Rollen der Oldtimer der Lions-Ruhr-Rallye fuhren die Karossen vor dem Wülfrather Rathaus vor. Das war für Fans ein Vorgeschmack auf das Heiligenhauser Oldtimer-Spektakel am kommenden Wochenende. Von Kira Alex

Wer am vergangenen Sonntag in Wülfrath und Umgebung unterwegs war, dem sind auf der Straße vielleicht einige alte knatternde und surrende Autos aufgefallen. Grund dafür war die 11. Lions-Ruhr-Rallye. Bei der Rallye machen sich Oldtimer-Besitzer mit ihren motorisierten Schmuckstücken auf den Weg und lassen diese später von einer Fachjury bewerten. Der Reinerlös wird - wie auch schon im vergangenen Jahr - "Ärzte ohne Grenzen" gespendet. 2016 kamen dabei rund 13 500 Euro zusammen.

Highlight des Rallye-Tages war sicherlich der "Concours D'Elegance" auf dem Wülfrather Rathausplatz. Dort wurden die schönen Oldtimer präsentiert und von der Jury begutachtet. Bewertet wurde nach verschiedenen Kriterien und in vier Kategorien, je nach Alter des Autos. "Wir gucken vor allem, wie gut das Auto erhalten ist beziehungsweise wie gut es restauriert wurde. Es geht darum, wie schön es ist und was der Wagen für eine Ausstrahlung hat", erklärt Jury-Mitglied und Mercedes-Experte Holger Ahlefelder. Zum Rest der Jury gehörte der bekannte Essener Oldtimer-Restaurator und Karosserie-Baumeister Urban Schoppe. Auch die Bürgermeisterin Claudia Panke durfte die Fahrzeuge bewerten.

Während die Jury die Oldtimer genau unter die Lupe nahm, moderierte Bernd Hammer die Vorfahrt der Autos. Bei seinen spannenden Anekdoten konnten Nicht-Experten noch einiges lernen. 76 Wagen gingen bei der Lions-Ruhr-Rallye an den Start. Die Benefiz-Rallye startete in Heiligenhaus und führte die Oldtimer bis nach Jüchen zum Wasserschloss Dyck. Dort aßen die Teilnehmer zu Mittag, bis sie sich auf dem Weg zum "Concours D'Elegance" in die Kalkstadt machten.

Imposant waren die Wagen, die sich vor dem Rathaus präsentierten. Als Top-Favorit gilt das älteste Fahrzeug: Der Mercedes SS Kompressor von Franz und Bärbel Maag. Gebaut wurde er 1931. Mehrere Millionen sei so ein Auto wert, erklärt Restaurator Schoppe. Aber auch neuere Fahrzeuge bringen durchaus Wert und Charme mit sich. Der Mercedes 220 SEB Cabrio zum Beispiel ist ein echter Fernsehstar. Bei "Großstadtrevier" in der ARD ist er regelmäßig zu sehen. Sogar im Kino war dieses Modell schon: Bei "Hangover" und sogar schon bei "James Bond". Wie viel Liebe die Oldtimer-Besitzer in ihre Autos stecken, zeigt Udo Kochanski, der mit der Startnummer 16 an den Start ging. Vor knapp fünf Jahren hat er seinen Jaguar XK 140 zusammen mit seinem Sohn hinter Rotterdam bei einem Oldtimer-Händler für 19.000 Euro gekauft. "Das war eine absolute Schrottkiste", erzählt Kochanski. Er kommt aus der Kfz-Branche und hat das Auto selbst aufgepäppelt. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. "Da geh ich einfach drin auf, das ist meine Leidenschaft", erzählt der stolze Oldtimer-Besitzer. Nach der Präsentation der Autos ging es für die Oldtimer nach Velbert ins "DaVinci". Dort gab es ein Abendprogramm und die Siegerehrung.

Quelle: RP
 
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