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Heiligenhaus
Schnelles Netz für Heiligenhaus

Heiligenhaus. Der Anbieter NetCologne verlegt in den nächsten zwölf Monaten Glasfaserkabel für schnelle Internetleitungen in der Stadt. Für Privathaushalte sollen dann Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s möglich sein. Von Sandra Kreilmann

Den ersten Vorsitzenden des Isenbügeler Bürgervereins, Franz-Josef Artz, treibt die Suche nach schnellem Internet in seinem Stadtteil schon lange um. Auch in anderen Stadtteilen fehlt viel zu oft der schnelle Ritt durchs Netz, doch das soll sich ändern: "Wir möchten das Glasfasernetz ausbauen und in etwa zwölf Monaten etwa 11.000 Haushalte mit schnellem Netz von bis zu 100 Mbit/s versorgen", verspricht NetCologne-Chef Jost Hermanns. Auch etwa 350 Firmen können vom Ausbau des Breitbandangebotes profitieren, hier können die Geschwindigkeiten sogar noch erhöht werden. Damit werden rund 85 Prozent des Stadtgebiets ausgebaut.

Der Kölner Telekommunikationsdienstleister investiert damit rund 3,8 Millionen in das Heiligenhauser Netz - ohne Fördermittel. "Und auch ohne die Belastung der Stadtkasse", fügt Bürgermeister Dr. Jan Heinisch an. Mit den Baumaßnahmen soll bereits in zwei Wochen begonnen werden. Dann werden zeitgleich acht Bautrupps Glasfaserleitungen von insgesamt 23 Kilometern legen.

"Wir sind gerade in den Abstimmungen. Die Leitungen sollen unter den Gehwegen verlegt werden, so dass die Bauarbeiten möglichst wenig behindern", so Tiefbauamtsleiter Michael Krahl. Auch die bereits mit Blick auf diesen Ausbau verlegten Leerrohre können nun dafür genutzt werden.

"Schnelles Internet gehört zum täglichen Leben, der Ausbau ist dringend notwendig. Gute Breitbandversorgung ist nicht nur für die privaten Haushalte wichtig, sondern auch für die Wirtschaft ein wichtiger Standortfaktor", so Heinisch. Heiligenhaus auf der digitalen Überholspur. Um das Angebot nutzen zu können, muss auf den passenden Tarif umgestiegen werden. "Preislich werden wir in Heiligenhaus auf dem gleichen Niveau liegen wie im vom Wettbewerb stark umkämpften Köln", verkündet Hermanns. Um nicht nur schnelle Geschwindigkeiten, sondern auch stabiles Netz zu garantieren, arbeitet NetCologne mit dem sogenannten "Vectoring". Glasfaserkabel wird bis zu den bekannten Verteilerkästen gelegt, von dort gehen Kupferkabel zu den Häusern.

Eben jene Kupferkabel sind allerdings hoch störanfällig, hier kommt das Vectoring ins Spiel: Dazu werden in Heiligenhaus 63 neue Verteilerkästen in der Nähe der bisher genutzten grauen Schaltkästen errichtet, hier werden Störfaktoren weitgehend korrigiert, so dass das Netz auch durch die Kupferkabel schnell fließen kann.

Weitere Informationen auf "http://www.netcologne.de/heiligenhaus" oder telefonisch unter 0800/2222800.

Quelle: RP
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