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Heiligenhaus
Schreiben, rechnen - und zaubern

Heiligenhaus: Schreiben, rechnen - und zaubern
Zum Jubiläum der Gerhardt-Tersteegen-Schule gab es auch eine Aufführung von Schülern der 3 b, hiermit Lucian an der Gitarre. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Hetterscheidter Grundschule wird 50 Jahre alt. Gefeiert wird das runde Jubiläum mit zwei Festen. Von Sandra Kreilmann

"Schreiben, lesen, rechnen, zaubern". Das lernen Schüler nach eigener Aussage in der Gerhardt-Tersteegen-Grundschule in Hetterscheidt. Zaubern? Genau. Wie man zum Beispiel aus einem hölzernen "Zauberstab" Musik heraus holen kann, zeigten die Jungmagier der Flötengruppe aus den Klassen eins bis drei. In einem Mini-Musical nahmen sie die Geburtstagsgäste des offiziellen Geburtstagsempfangs am Samstag mit auf eine kleine Tour durch das "Hogwarts von Hetterscheidt".

Die Gerhard-Terstegen-Schule wird 50 Jahre alt, auch wenn es an diesem Standort - genauer gesagt dort, wo jetzt die Sporthalle steht - schon seit 1906 eine Schule gibt, doch 1966 wurde ein Neubau eingeweiht, der aufgrund der hohen Schülerzahl notwendig geworden war. In diesem Jahr schaut man in den bunt-gestalteten Räumen zurück auf ein halbes Jahrhundert Schulalltag in Hetterscheidt.

Schulleiterin Christa Markus, die selbst noch im alten Schulgebäude unterrichtet wurde, und von den jungen Flöte spielenden Hexen und Hexern, liebevoll "Oberhexe" genannt, freute sich, dass der Einladung, die an 60 Gäste gegangen war, so viele gefolgt waren. "Das ist auch ein Kompliment für unsere Arbeit."

Und manchmal ist es wohl tatsächlich fast schon Hexenwerk, Schüler, Lehrer, Eltern, Verwaltung unter einen Hut zu bekommen. 223 Schüler besuchen derzeit in acht Klassen die Schule, unterrichtet von einem 15-Köpfe starken Lehrerteam. "Eine feste Säule unserer Arbeit ist die engagierte Elternschaft."

Zum Empfang haben die Eltern des "Partyservice Förderverein" ein Buffet zusammen gestellt, das so bunt ist wie die Schule. Am 20. Mai wird der große Schulgeburtstag übrigens weiter gefeiert: Mit einem Schulfest, bei dem gemeinsam mit "Trommelzauber" ordentlich getrommelt werden darf. Das Programm gestalteten die Schüler auch beim Empfang natürlich selbst, sie zeigten, welches Potenzial hier vorsichtig geweckt wird, dazu gehören tolle musikalische Talente, aber auch Jung-Journalisten.

Die Gratulanten am Samstag sparten in ihren Grußworten nicht mit Lob. Bürgermeister Jan Heinisch brachte zum Beispiel seine eigene Schultüte mitsamt Tornister mit an den Ort, wo er selbst Grundschüler war. "Auch wenn sich viel verändert, die Erinnerungen aus der Schule, die einen geprägt und auf das vorbereitet hat, was dann kommt, bleiben", sagte der erste Mann der Stadt, der auch seine eigene ehemalige Lehrerin Petra Schlegel im Publikum entdeckte. Ob gute oder schlechte Erinnerungen, "manche Bilder aus der Grundschulzeit sind noch sehr präsent", erinnerte er sich. Er wünscht der Schule, Menschen, die das, was sie tun, mit Liebe tun. Sein Geschenk an die Schule: ein Apfelbaum. Förster Hannes Johannsen war gleich in dreifacher Rolle Gratulant. Als ehemaliger Schüler, als Vater und natürlich als derjenige, der die Klassen durch den Wald führt: "Ich wünsche der Schule, dass auch weiterhin neben dem Lernen das Träumen und das Spielen nicht zu kurz kommen."

Schulamtsdirektorin Jaenette Völker erinnerte, dass Lernen ein Luxus sei, den nicht jeder genießen könne. "Auch das ist eine Art von Magie, wenn sich das, was man gelernt hat, wie Puzzle-Teile zusammenfügt und man etwas in seiner Gänze versteht."

Quelle: RP
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