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Heiligenhaus
Schreinerei wird in Heiligenhaus heimisch

Heiligenhaus: Schreinerei wird in Heiligenhaus heimisch
Traditionelles Handwerk ist noch gefragt: Michael Fischbach mit Tischler Andreas Chlubek (links) beim Bearbeiten einer alten Tür. Im Hintergrund freut sich Bürgermeister Jan Heinisch über die neue Firma in seiner Stadt. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Michael Fischbach ist mit seiner Schreinerei aus Ratingen nach Heiligenhaus-Hetterscheidt gezogen. Dort hat er nun mehr Platz, mehr Mitarbeiter und wird damit zu Heiligenhaus' größter Schreinerei. Von Henry Kreilmann

Dass es ihn mit seiner Firma mal nach Heiligenhaus verschlägt, dass hatte Schreinermeister Michael Fischbach früher nicht "auf dem Schirm". Dass es aber die richtige Entscheidung für ihn ist, daran hat er heute wenig Zweifel. Zum Jahresanfang ist er mit seiner Schreinerei von Ratingen ins Hetterscheidter Gewerbegebiet bezogen und ist hier nun "gut angekommen."

Das berichtete er gestern Bürgermeister Jan Heinisch und dem Chef der städtischen Wirtschaftsförderung, Peter Parnow. Die beiden besuchten den Betrieb, um den sie sich seit etwa drei Jahren bemüht hatten. Vor elf Jahren hat Fischbach als Untermieter in Ratingen begonnen, zwei Jahre später bezog er mit seinem Betrieb die ersten eigenen Räume, doch in der Werkstatt an der Homberger Straße 6, in der alten Maschinenfabrik in Ratingen, sei es immer enger geworden: Die Aufträge wurden mehr, größer und kamen immer öfter aus dem ganzen Bundesgebiet, man brauchte mehr Platz. "Von der Stadt Ratingen kam für uns als kleineres Unternehmen wenig Hilfe, aber wir haben dann auch mal nach Heiligenhaus geschaut und hier hat sich die Wirtschaftsförderung stark um uns bemüht."

Tischlermeister Felix Bertram am neuen Plattenzuschnittzentrum. FOTO: Blazy Achim

Seinen jüngeren Bruder, Andreas Fischbach, hat es bereits nach Heiligenhaus verschlagen, er führt die Kneipe "Thums". Für deren Holz-Einrichtung war natürlich auch der große Bruder zuständig. Dann wurde an der Carl-Zeiss-Straße eine Werkstatt, in der bereits eine Schreinerei beheimatet war, frei. "Es passte optimal, auch mit den Bestimmungen, die eine Schreinerei zum Beispiel des Immissionsschutz wegen, zu erfüllen hat", sagt Bürgermeister Heinisch. Michael Fischbach übernahm dann nicht nur Gerätschaften des alten Betriebes, er übernahm auch Mitarbeiter, so dass das Unternehmen nun auf 30 Mitarbeiter angewachsen ist. "Auch Flächenmäßig konnten wir uns von 700 auf 1000 Quadratmeter vergrößern, dazu noch 200 Quadratmeter Bürofläche", freut sich der Unternehmer, der nun die größte Schreinerei in Heiligenhaus leitet.

"Heiligenhaus hat mit seinen Vorteilen überzeugt, da konnte auch die hohe Gewerbesteuer nicht abschrecken. Hier in der Region gibt es zum Beispiel nicht viele Schreinereien. Nur eine Anbindung ans schnelle Glasfaserkabel fehlt noch."

Ein wichtiger Faktor sei für ihn aber die baldige Anbindung an die A44 gewesen. "Ob ich die Entscheidung zum Umzug hier hin vor fünf Jahren getroffen? Ich weiß es nicht." Nun stehen modernste Gerätschaften, wie eine vierachsige CNC-Maschine und Zuschnittzentrum neben alten Maschinen, die "1970 genauso gebraucht wurden, wie heute oder in der Zukunft." Computerprogramme nähmen viel Arbeit ab, sie zeichnen zum Beispiel Möbelmodelle. Im Gegensatz zur Industrie können wir aber viel individueller arbeiten."

Infos über die Schreinerei Fischbar gibt es im Internet unte www.schreinereifischbach.de. Auch eine Facebookseite gibt es.

Quelle: RP
 
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