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Ratingen
Schüsse auf Fahrzeuge: Von den Tätern fehlt jede Spur

Ratingen: Schüsse auf Fahrzeuge: Von den Tätern fehlt jede Spur
"Diabolokugeln aus Luftgewehren fliegen viel weiter!", sagt Polizeisprecher Uli Löhe. FOTO: Frank Kurt Bramkamp
Ratingen. Nach den Schüssen auf einen Bus und zwei Autos auf der Tiefenbroicher Straße am vergangenen Freitag ist die Polizei weiter dringend auf Hinweise angewiesen. Bisher, so betonte eine Polizeisprecherin auf RP-Anfrage, habe sich noch niemand gemeldet.

Offenbar aus einem Luftgewehr oder einer Luftpistole waren an der Tiefenbroicher Straße zwischen 22.15 und 22.20 Uhr Schüsse auf vorbeifahrende Fahrzeuge abgegeben worden.

"In diesem Zeitraum von etwa fünf Minuten fuhren ein Linienbus der Rheinbahn, der Ford Fiesta einer 20-jährigen Ratingerin und der VW Polo eines 51-jährigen Oberhauseners durch eine Kurve der Tiefenbroicher Straße in Richtung Blyth-Valley-Ring, als die Fahrer jeweils ein Schussgeräusch vernahmen und einen Einschlag an ihrem Fahrzeug hörten", so die Polizei.

Alle drei hielten kurz danach an und nahmen ihr Fahrzeug in Augenschein. Bei dem Ford war die Seitenscheibe der Fahrertür zersplittert. Der 57-jährige, aus Ratingen stammende Busfahrer stellte eine Beschädigung an einer Scheibe im hinteren Bereich des Busses fest, an dem Polo war die B-Säule leicht beschädigt. Keiner der Autofahrer sei bei dem Vorfall verletzt worden, teilte die Polizei am vergangenen Wochenende mit.

Ersten Befragungen der Geschädigten durch die benachrichtigte Polizei zufolge sollten die Schüsse aus einem nahe gelegenen Wald- und Wiesengebiet gekommen sein. Verdächtige Personen hatten sie allerdings nicht gesehen, so die Polizei.

Man fahndete sofort danach mit einem Großaufgebot nach dem oder den Unbekannten. Beteiligt waren unter anderem ein Polizeihubschrauber und ein Diensthund. Die Suche blieb erfolglos, hieß es bereits am vergangenen Samstagmorgen.

Es hat schon mehrere solcher Vorfälle im Stadtgebiet gegeben. Bereits Anfang Oktober 2015 waren zwei Männer von sogenannten Diabolokugeln getroffen worden. Sie waren offenbar aus größerer Entfernung beschossen worden.

Die Standardentfernungen auf Schießständen für solche Waffen sind zehn bis 25 Meter: "Doch die Geschosse fliegen viel weiter", erklärte zu dem damaligen Fall Polizeisprecher Uli Löhe. Wegen der Schussenergie könnten sie im näheren Bereich auch gefährliche Verletzungen verursachen, wenn sie zum Beispiel ins Auge fliegen.

Hinweise oder Beobachtungen zum aktuellen Fall und zu ähnlichen Vorfällen nimmt die Polizei entgegen unter der Rufnummer 02102/9981-6210.

(kle)
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