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Heiligenhaus
Schule Hetterscheidt: Neue Leiterin ist bereits bekannt

Heiligenhaus. Von der Konrektorin zur Schulleiterin: Die Mülheimerin Katrin Jensen leitet seit Schuljahresbeginn die Gerhard-Tersteegen-Schule in Hetterscheidt.

Wie sich Jensen jetzt fühlt, das dürften wenige so gut nachfühlen können, wie der frisch gewählte Bürgermeister Michael Beck. Vom Stellvertreterposten zum Chef, diesen Schritt haben beide gewagt. Jensen hat nach einigen Jahren der Konrektorenschaft unter Schulleiterin Christa Markus nun den Posten der Rektorin übernommen - und wenn es nach ihr geht, dann darf das auch gerne einige Jahrzehnte so bleiben. Für Beck, der die neue Kraft an der Spitze der Hetterscheidter Grundschule gestern in seiner Eigenschaft als Schuldezernent vorstellte, eine Erleichterung, denn Kontinuität sei an den Grundschulen besonders wichtig, ein nahtloser Übergang sei in der aktuellen Schullandschaft dabei gar nicht selbstverständlich.

Katrin Jensen (43) arbeitet seit 2002 in Heiligenhaus und das sehr gerne, wie man heraus hören kann. "Mein Schulweg führt mich ganz entspannt über die Ruhr in eine Stadt, die ich liebgewonnen habe. Heiligenhaus hat was Dörfliches, das zeigt zum Beispiel die Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein. Das gefällt mir." Nachdem sie an einer Velberter Grundschule gelehrt hatte, kam sie an die Isenbügeler Adolf-Clarenbach-Grundschule und es folgte die Hetterscheidter Grundschule. Dort möchte sie das bestehende, gut funktionierende System fortführen, setzt sich aber drei Schwerpunkte: So stellt sie die Vermittlung von Medienkompetenz in den Fokus. "Bereits jetzt haben die Klassen jeweils zwei Laptops zur Verfügung, arbeiten interaktiv mit Beamer und Smartboards. Jetzt haben wir den Ausbau des Kellers in einen Computerkeller beantragt, damit die Klassen auch einmal gemeinsam an den Computern arbeiten können." Desweiteren ist ihr auch das Thema "Differenziertes Lernen" wichtig, bei dem Schüler lernen, auch eigenständig und frei zu arbeiten. Ganz oben allerdings steht für sie das Thema "friedliche und freundliche Schule", das die Wertschätzung gegenüber den Kindern, den Eltern, aber auch den Mitarbeitern wie den Lehrern ausdrückt. "Es gibt bereits viele Ideen und Projekte von den Kollegen. Und auch die Eltern in den Schulbetrieb zu integrieren, ist ganz wichtig." Vor allem aber möchte sie die Schüler mit gutem "Rüstzeug für die Zukunft" ausstatten: "Wir arbeiten dafür, dass die Kinder bei uns einen guten Start haben, sie gestärkt werden und mit gesundem Selbstbewusstsein ihren Weg weiter gehen können. Ich würde mir wünschen, dass sie später einmal sagen können, dass sie gerne in die Grundschule gegangen sind." Dafür sollen auch Projekte wie Anti-Bullying-Kampagnen sorgen. Als Rektorin könne sie sich auf ein gutes Kollegium, wie etwa ihren Stellvertreter Michael Peitz, und die weiteren Mitarbeiter verlassen. "Ich sehe Schule gerne auch als ein Schiff, denn es gibt immer wieder Hindernisse zu umschiffen oder Stürme zu bewältigen. Aber wenn alle zusammen arbeiten, dann klappt das." Und als Kapitänin steht die Rektorin nun auf dem Deck. Ahoi!

(safe)
 
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