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An(ge)dacht
Schwestern und Brüdern in Not helfen

Ratingen. Mit diesem Sonntag endet im liturgischen Jahr der katholischen Kirche die Weihnachtszeit, zu der zwei große Feste gehören: das Fest der Erscheinung des Herrn und das Fest der Taufe Jesu. Beide beinhalten eine sehr wichtige Botschaft für uns: Gott selbst kommt auf uns zu; er offenbart sich uns Menschen, damit wir ihn in dieser Welt erkennen können. Er versteckt sich nicht, tritt aber auch nicht mit Druck und Gewalt auf. Er kommt vielmehr ganz still, leise und trotzdem mit aller Deutlichkeit und Klarheit. Er zeigt sich zunächst denen, die die Zeichen der Zeit deuten können und die gleichzeitig bereit sind, ihm zu begegnen. Eine solche Begegnung lässt die Menschen nicht unberührt. Sie spüren den Wunsch, in die Welt hinaus zu gehen und das zu verkünden, was ihnen widerfahren ist. Sie erzählen von ihrem Staunen und ihrer Freude. Sie möchten ihre Begeisterung für Gott den Anderen mitteilen.

Jesu öffentliches Wirken beginnt mit seiner Taufe im Jordan. Unaufdringlich, aber mit voller Überzeugung spricht er von der Liebe Gottes zu uns Menschen. Sie hat die Macht uns zu verwandeln, uns zu besseren Menschen zu formen. Diese Liebe sehnt sich danach, auch von uns geliebt zu werden. Dabei genügt es nicht, Weihnachtslieder zu singen und schöne Gefühle heraufzubeschwören. Die ersten "Besucher" an der Krippe waren die Sterndeuter. Sie brachten dem Christkind ihre Gaben dar, huldigten ihm und kehrten dann wieder in ihre Heimat zurück. Das Ereignis, das sie miterleben durften, sollte sie ihr ganzes Leben lang begleiten. Ihrem Beispiel folgen in der heutigen Zeit die Sternsinger. Kinder nehmen sich Zeit und gehen auf die Straßen, um an den Türen der Häuser die frohe Botschaft zu verkünden. Sie wünschen allen Menschen guten Willens Gottes Segen und Schutz für das Neue Jahr. Sie bitten auch um Unterstützung für die Kinder, die wie Jesus damals kein menschenwürdiges Haus haben, sondern in einer armseligen "Krippe" aufwachsen müssen. Mit unseren Gaben dürfen auch wir, wie die drei Weisen in Bethlehem, dem Jesuskind unsere Liebe und Zuneigung bezeugen, indem wir unseren Schwestern und Brüdern in Not helfen.

Pater Darius

St. Suitbertus

Quelle: RP
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