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Lintorf
Senioren entdecken ihr Smartphone

Lintorf. Im Smartcafé erklären Jugendliche den älteren Gästen die Funktionen. Von Monika von Kürten

Smartphones sind aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Mit den kleinen Alleskönnern kann man im Vergleich zu den herkömmlichen Handys viel mehr als nur telefonieren und SMS schreiben.

Doch gerade Senioren haben Berührungsängste damit. Einerseits möchten sie den Anschluss an die digitale Welt nicht verlieren, andererseits fürchten sie, die Geräte nicht bedienen zu können. Fotos aufnehmen und verschicken, Musik hören, Termine verwalten, Informationen im Internet abrufen oder mit den Enkel chatten, für viele von ihnen ein Buch mit sieben Siegeln. Sie bekommen ein Gerät geschenkt (oder kaufen selber eins), bekommen vielleicht noch eine mehr oder weniger lange Einweisung und Erklärung von den Kindern und sind dann häufig alleine mit ihrem Smartphone.

Um ein wenig mehr Klarheit zu verschaffen, hatte die Awo Angerland in Zusammenarbeit mit dem Senioren- und Jugendrat der Stadt Ratingen sowie der Sparkasse HRV zu einem Smartcafé eingeladen.

Zu Beginn gab es eine kurze allgemeine Erklärung, welche unterschiedlichen Betriebssysteme es gibt und was man mit einem Smartphone alles machen kann. Schon wurden seitens der Teilnehmer die ersten Geräte gezückt und nachgeschaut, wie das gerade Erfahrene auf dem eigenen funktioniert. Schnell wurde klar, dass fast jedes Smartphone ein wenig anders ist und dass die 25 Teilnehmer doch einen unterschiedlichen Wissensstand hatten.

Marc Herbrandt (Sparkasse) sowie René Wendeler, Benedikt Dörkes, Mona Ajjo und Philippe Todt (Jugendrat) gingen kurzerhand zu Einzelgesprächen über. Geduldig erklärten sie, wie Adressen eingegeben werden, Fotos gemacht und verwaltet werden können und die kleinen Programme, kurz App genannt, heruntergeladen werden können. Sie gaben aber auch Tipps, wie der Stromverbrauch und die Kosten gering gehalten werden können. Die knapp zwei Stunden vergingen wie im Flug. Und weil immer noch einige Fragen offen blieben, versprach Max Kompalik, Vorsitzender der Awo-Angerland, Folgetermine, bei denen Mitglieder des Jugendrates ganz individuell auf die Fragen der einzelnen Nutzer eingehen werden.

"Das Smartcafé ist Teil der Taschengeldbörse, einem etwas größeren Projekt, bei dem wir vom Jugendrat älteren Menschen bei Alltagsgeschäften und -problemen ein wenig zur Seite stehen", erklärte Benedikt Dörkes. Vom Seniorenrat wird das Projekt begrüßt. "Wir arbeiten gerne mit dem Jugendrat zusammen. Dadurch lernen sich Alt und Jung besser kennen und beide Seiten können voneinander lernen und profitieren", sagte der stellvertretende Vorsitzende Dr. Jürgen Schroeder.

Quelle: RP
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