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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
So bleiben die Stärken der Stadt nur Stückwerk

Ratingen. Der Weihnachtsmarkt ist vor allem am Abend ein beliebter Treffpunkt für die Ratinger. Doch was ist mit den Gästen von außerhalb?

Schon von Weitem sieht man den stadtbildprägenden Kirchturm von St. Peter und Paul. Gäste, die mit dem Pkw anreisen, nähern sich der Innenstadt. Doch wie kommen sie zum Marktplatz? Und wie finden sie einen Parkplatz? Zwei Fragen, die in digitalen und serviceorientierten Zeiten eigentlich überflüssig wären.

Doch in Ratingen spielen sie eine zentrale Rolle. Denn in der City gibt es Durcheinander - aus hausgemachten, aber auch aus unvermeidbaren Gründen. Dass Baustellen wie die am Düsseldorfer Platz nicht termingerecht fertig werden, kann passieren. Und dass die Zufahrt über die Düsseldorfer Straße erst anderthalb Wochen später (als angekündigt) möglich ist, konnte sich wohl auch nicht vermeiden lassen.

Mit einem Rikscha-Service und einem Shuttle-Bus der Sparkasse HRV, die Gäste von der provisorischen Endhaltestelle an der Weststraße in die Innenstadt bugsieren, will man gegensteuern: gut gemeinte Dienstleistungen, die ihre Abnehmer finden werden. Doch insgesamt fehlt das themenübergreifende Marketing, das Ratingen als Stadt mit Herz und Stärken präsentiert. Der Weihnachtsmarkt, der vor allem am späten Nachmittag und am Abend ein Treffpunkt für die Ratinger ist, hat sich seit vielen Jahren nicht verändert. Manche beklagen immer noch den Kirmes-Charakter, der einfach nicht in die Altstadt passt. Als Gegengewicht hat sich der christliche Weinachtsmarkt an St. Peter und Paul etabliert. Im neuen Jahr sollte man intensiv darüber nachdenken, wie man die Stadt gerade zur umsatzstarken Weihnachtszeit besser vermarkten kann. Es fehlt der einheitliche Aufritt.

Man hat aus den Fehlern der Vergangenheit nicht gelernt. Es ist ein altes Ratinger Problem: Viele gut gemeinte Initiativen kommen als Stückwerk daher, weil der Blick für das große Ganze fehlt. Verantwortliche von City-Kauf, Ratingen Marketing GmbH und Stadt sollten sich an einen Tisch setzen und nach Weihnachten eine Bilanz ziehen - offen und zielorientiert.

norbert.kleeberg@rheinische-post.de

Quelle: RP
 
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