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Heiligenhaus
So funktioniert der neue Rettungsdienst

Heiligenhaus: So funktioniert der neue Rettungsdienst
Der Ratinger Bürgermeister Klaus Pesch (vorn) und sein Heiligenhauser Amtskollege Jan Heinisch führten die Kooperation ein. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Ordnungsamtschef Günter Blum erklärt 60 Mitgliedern der Senioren Union das neue Modell für zwei Nachbarstädte. Von Sandra Kreilmann

Im Gespräch war diese Kooperation bereits seit 2008. "Da kamen die Ratinger mit der Idee auf uns zu, im Rettungsdienst mit uns zu kooperieren - über die Stadtgrenzen hinaus", erinnert sich Günter Blum, Chef des Fachbereichs Ordnung und Sicherheit bei der Stadt. "Die Pläne gerieten aufgrund der Politik ins Stocken, doch nach der letzten Kommunalwahl ging dann alles schnell. Seit Januar 2015 kooperieren wir nun, und wir sind damit auf der richtigen Spur. Keine Kommune, und damit meine ich allen voran die Bürger, hat einen Nachteil" Der Chef des Ordnungsamtes nahm sich die Zeit um den rund 60 der insgesamt 118 Mitgliedern der Senioren Union bei ihrem Stammtisch den neuen Rettungsdienst vorzustellen - en detail.

Günter Blum verband seine Erläuterungen mit einer doppelten Einladung: Die Senioren Union könne gern Abstecher in die Rettungswache und ins Feuerwehrmuseum einplanen. FOTO: Achim Blazy

Die Situation früher, ohne Kooperation, fasst er so zusammen: "Heiligenhaus hatte zehn fest angestellte Mitarbeiter, die 24 Stunden die Woche, 365 Tage im Jahr den Einsatz mit einem Rettungswagen gewährleisten mussten. Den Dienstplan so zu erstellen, dass alle Mitarbeiter auch genug freie Zeit hatten, war da nicht selten schwierig." Nun stehen insgesamt 100 Mitarbeiter zur Verfügung, mehrere Fahrzeuge und eine flexible Zusammenarbeit, die für beide Städte eine Win-Win-Situation ist.

"Denn Ratinger Stadtteile wie Hösel und Homberg sind von uns aus schneller zu erreichen." Um verlängerte Eintreffzeiten der Rettungswagen aufzufangen gibt es in Heiligenhaus seit einigen Jahren die gut ausgebildeten Ersthelfer, die sich bei, per Notruf alarmiert, sofort auf den Weg machen und die ersten lebensrettenden Maßnahmen durchführen können. "Mit dieser Kooperation haben wir quasi die Stadtgrenzen, die uns vorher im Rettungsdienst eingegrenzt haben, überwunden.

" Auch wenn schon vor der Kooperation im Falle eines bereits im Einsatz-befindlichen Einsatzwagens die Rettungswagen aus Ratingen, Velbert, Wülfrath und auch Kettwig auf dem Weg waren. Der Rettungsdienst muss sich selbst finanzieren, also die Kosten für die Einsätze bei den Krankenkassen und - in den seltensten Fällen - bei den Patienten eintreiben. Im Jahr 2013 hatte der Heiligenhauser Rettungswagen eine Auslastung von 28 Prozent, 1258 Mal im Notfall im Einsatz, sowie 434 Krankentransporte, denn ein Krankentransportwagen war in Heiligenhaus schon einige Jahre nicht mehr aktiv.

"Das war eine zu geringe Auslastung", sagt Blum den interessierten Zuhörern. Übrigens: "Wenn ein Einsatzfahrzeug, zum Beispiel durch einen Unfall ausfällt, gibt es aus Düsseldorf Ersatz, der steht innerhalb kürzester Zeit bei uns auf dem Hof." Mit dem Vortrag bei der Senioren Union hatte Blum auch zwei Einladungen im Gepäck: "Ich lade Sie herzlich ein, einmal die Feuerwache zu besuchen, und sich alles aus nächste Nähe anzusehen, und auch die Einladung ins Feuerwehrmuseum steht.

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Quelle: RP
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