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Ratingen
So geht sicheres Schlafen im Baby-Schlafsack

Ratingen. Neues Beratungsangebot des SKFM. Junge Familien müssen sich keine Sorgen um die Nachtstunden machen.

Der Schlaf wird zum zentralen Thema in jungen Familien, sobald das Baby da ist. Die Angst vor dem plötzlichen Kindstod ist nur eine von vielen Stresssituationen, die das Familienleben belasten. Mit der "Schlafsack-Stunde" haben die Frühen Hilfen des SKFM (Sozialdienst katholischer Frauen und Männer) Erkrath ein neues Beratungsangebot aufgenommen, das genau hier ansetzt.

Das Projekt "Schlafsack-Stunde" knüpft nahtlos an die bestehenden niedrigschwelligen Angebote der Frühen Hilfen an, die jungen Familien Beratung und Unterstützung in den eigenen vier Wänden oder den Eltern-Kind-Cafés anbieten. "Das Risiko ,plötzlicher Kindstod' kann durch die Gestaltung einer idealen Schlafumgebung des Babys laut wissenschaftlicher Studien deutlich verringert werden«, erklärt Andrea Bleichert, Koordinatorin der Frühen Hilfen:

Risiko "Plötzlicher Kindstod" vermindern: »Neben einer idealen Raumtemperatur, kein Zigarettenrauch in Babys Umgebung und einer geeigneten Unterlage gibt es auch sogenannte "potenziell gefährliche Gegenstände" als mögliche Ursachen für den plötzlichen Kindstod. Dazu gehören Bettdecken und Kissen, da dass Baby mit seinem Köpfchen oder Gesicht unter die Bettdecke oder das Kissen gerät. Bei Kopfkissen besteht außerdem die Gefahr, dass das Baby mit dem Gesicht oder Kopf in das Kissen einsinkt." Ein Babyschlafsack hat im Vergleich zu Kissen und Bettdecke deutliche Vorteile in Bezug auf die Sicherheit des Babys - ein geeigneter Babyschlafsack kann nicht einfach weggetreten oder über den Kopf gezogen werden.

"Jedoch sind auch bei der Verwendung von Babyschlafsäcken einige wichtige Dinge zu beachten«, weiß Bleichert, »insbesondere die Größe, aber auch die Verarbeitung und das Material."

Kostenlos: Infos und Schlafsäcke: Die teilnehmenden Eltern erhalten in der Schlafsack-Stunde nicht nur kostenlose Infos, sondern bekommen noch dazu einen Folgeschlafsack (einige Kliniken schenken zur Geburt einen sogenannten Erstlingsschlafsack) geschenkt, denn die Botschaft soll heißen: "Schlafsack benutzen statt zudecken!"

Aufklärung gegen Babyschütteln: "Neben dem Thema 'sicherer Babyschlaf' wird gleichzeitig über die Gefahren des Babyschüttelns aufgeklärt", ergänzt Karin Tost, Fachbereichsleiterin beim SKFM, "denn das ,Shaken-Baby-Syndrom' bedeutet für ein Kind, aber auch für die gesamte Familie, großes Leid." Mit Hilfe einer Demonstrationspuppe wird den Eltern erklärt, wie und in welchen Bereichen schwere Gehirnschädigungen, die bis zum Tode führen können, durch das Schütteln entstehen.

Qualifizierte Mitarbeiterinnen, die Familien kompetent beraten, sind in der Schlafsack-Stunde anwesend und erleichtern den jungen Eltern die Kontaktaufnahme. Hier kann man sich frühzeitig Rat und Hilfe holen.

(nm)
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