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Breitscheid/Homberg
So helfen Breitscheider den Hombergern

Breitscheid/Homberg: So helfen Breitscheider den Hombergern
Die Bandmitglieder Heiner Koenen (links) und Jörg Maaßhoff freuen sich über den neuen Spielplatz. FOTO: Achim Blazy
Breitscheid/Homberg. Mit dem Erlös eines Open-air-Konzertes wurde ein Spielplatz für Flüchtlingskinder gebaut. Von Wolfgang Schneider

Am Ende lächelten sie alle - die Kinder der Flüchtlingsunterkunft in der alten Grundschule an der Homberger Mozartstraße ebenso wie der Breitscheider CDU-Politiker Jörg Maaßhoff mit seinen Freunden.

"Nach acht Monaten Planungs- und Bauzeit ist endlich alles fertig geworden. Und es sieht wirklich toll aus", sagt er und lässt seinen Blick über den Innenhof schweifen. Wo vorher wenig kindgerechtes Gestrüpp und uralte Geräte aus alten Zeiten ihr Dasein fristeten, ist eine große neue Spielpfläche entstanden - und das gleich führ mehrere Altersgruppen. Eine robuste große Schaukel und ein Klettergerüst für die Kleinen, ein Basketballkorb mit entsprechendem Untergrund für die etwas Älteren. "Es ist wirklich kein schöner Ort für Kinder hier, aber durch den Spielplatz können wir zumindest etwas Positives für die Kleinen beitragen", freut sich Maaßhoff. Dass der Spielplatz jetzt seiner Bestimmung übergeben werden konnte, nahm vor knapp einem Jahr seinen Anfang.

Damals hatte Maaßhoff auf seinem Grundstück zwischen Breitscheid und Lintorf ein großes Openair-Konzert organisiert. Von Anfang an war klar, dass unter dem Motto "Rock für Ratingen" mit dem Erlös etwas für Kinder gemacht werden soll. Und so geriet schnell die Flüchtlingsunterkunft in der alten Schule in den Fokus der Organisatoren. 9500 Euro Erlös brachte die Veranstaltung, die komplett in den Bau geflossen sind. Am Ende fehlten einige Euro, die die Stadt Ratingen aber in Form von Arbeitsstunden des Baubetriebshofes beisteuerte. "Ich hätte niemals damit gerechnet, dass wir so viel Geld zusammen bekommen, weil wir ja wirklich viel investiert haben für das Konzert. Umso schöner ist es jetzt, dass alles so geklappt hat", bilanziert der Breitscheider. Eigentlich sollte der Spielplatz schon viel früher fertig sein, doch der lange Frost im Winter machte den Arbeitern zu schaffen, der Bodenaushub, der notwendig war, konnte schlicht nicht durchgeführt werden. Und so mussten sich alle gedulden. Aber das Warten hat sich gelohnt, die Spielgeräte sind schon innerhalb der ersten Tage zu einem festen Anziehungspunkt in der Einrichtung geworden. Da bleibt natürlich die Frage, ob ein solches Erfolgserlebnis wiederholt werden kann? Jörg Maaßhoff lässt sich da zumindest ein bisschen in die Karten schauen: "Wir sitzen bereits zusammen, um für den Sommer 2017 etwas auf die Beine zu stellen. Es gab auch schon Gespräche mit unseren Sponsoren, die alle gesagt haben, sie unterstützen uns auch bei einer neuen Auflage von Rock für Ratingen." Wie das allerdings genau aussehen wird, das steht noch nicht fest. Maaßhoff ist auch noch auf der Suche nach fleißigen Händen: "Wer bei der Organisation helfen will, ist herzlich gerne eingeladen." Und vielleicht gibt es dann ja auch nach der zweiten Auflage wieder ganz viele leuchtende Kinderaugen, die sich darüber freuen, was aus einem unterhaltsamen Musikabend auf einem Breitscheider Feld letztlich geworden ist. Besonders froh ist Jörg Maaßhoff, bei der Gestaltung und Planung einen tatkräftigen und erfahrenen Unterstützer gehabt zu haben - Uwe Puzalowski aus dem Grünflächenamt der Stadt Ratingen.

Er ist für die Planung der Kinderspielplätze der Stadt verantwortlich. "Er hat uns sehr geholfen, auch die richtigen Spielgeräte für die Ansprüche, die wir hatten, auszusuchen. Das ist nämlich schon eine Wissenschaft für sich. Schließlich müssen die einiges aushalten", so Maaßhoff.

Quelle: RP
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