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Heiligenhaus
So sehen Bürger die neue Hauptstraße

Heiligenhaus: So sehen Bürger die neue Hauptstraße
Die Hauptstraße in Heiligenhaus: weniger Parkplätze, dafür mehr Verweilmöglichkeiten für die Bürger. An der Neugestaltung waren auch Heiligenhauser Bürger beteiligt. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Die Einkaufsmeile im Herzen der Stadt ist saniert worden. Lädt sie auch zum Verweilen ein? Wir haben nachgefragt. Von Sandra Kreilmann

Es ist ein beliebtes Fleckchen geworden, um sich zu einem Plausch zu treffen: Auf dem Mansfield-Platz, dem Vorplatz der Sparkasse, direkt neben dem kleinen Düsenfeld, laden Sitzplätze zum Verweilen ein. Und tatsächlich: Irgendjemand töttert hier immer, denn hier trifft man sich. Kinder springen und spielen auf den kleinen Spielgeräten und - bei der Hitze ist das auch eine echte Einladung - mit den Wasserstrahlen aus dem Boden. Immer mehr dieser "Verweil-Ecken" werden in den Stadtkern, entlang der Hauptstraße und Westfalenstraße, integriert.

Vereinzelt stehen auch moderne Holzbänke parat, die genutzt werden können. Das Teilstück der Hauptstraße vom Rathaus in westliche Richtung ist abgeschlossen. Die sanierte Hauptstraße dürfte langsam im Alltag angekommen sein. "Mir gefällt die sanierte Hauptstraße ganz gut", findet der Heiligenhauser Rolf Praast. "Das Gesamtbild ist stimmig, und dass sie die Autos langsam fahren lassen, finde ich auch gut."

Dass mit der Entflechtungsstraße auch weniger Fahrzeuge die Hauptstraße frequentieren, sorgt zum Beispiel dafür, dass Außengastronomie stärker genutzt wird. "Für die Leute ist das ein Treffpunkt", fällt Praast auf, das findet er gut. Eva Symolka hingegen zeigt sich nur mäßig begeistert von der Umgestaltung. "Wie mir die Hauptstraße jetzt gefällt? Es geht so." Ihr Blick gleitet über den neuen Straßenbelag, die breiteren Bürgersteige und den Radweg. "Ich finde, man hätte die Autos komplett von diesem Hauptstraßenstück nehmen sollen. Den Verkehr hätte man doch sehr gut außen herum leiten können."

Rolf Praast ist zufrieden mit der sanierten Hauptstraße. FOTO: Blazy, Achim (abz)

Auch Parkplatzsuche lässt sie nicht gelten. "So weit sind die Parkplätze am Basildonplatz doch gar nicht weg." Das Geschäftsangebot an der Hauptstraße hält sie für ausbaufähig: "Hier fehlt so einiges." Rewe ist derzeit der einzige Supermarkt in der Innenstadt. Die Nahversorger in Grün Selbeck im Westen und Real im Osten der Stadt ziehen Kaufkraft dorthin ab, wo die Parkplätze vor der Tür liegen. An der Neugestaltung der Hauptstraße waren Bürger beteiligt. In Workshops und Begehungen waren ihre Ideen und Vorschläge gefragt. Breitere Bürgersteige, und keine Poller mehr, sorgen zum Beispiel für mehr Platz.

Eben nicht nur einkaufen, sondern verweilen, das war das Ziel der Stadtplanung: Aufenthaltsqualität nennt man das hier. Der Hefelmann-Park sowie der neue Park westlich der Kettwiger Straße sollen das bieten. Die Außengastronomie der Bäckerei auf dem Mansfieldplatz nutzen immer mehr Menschen.

Das Trio Rabia Cakmak, Selma Sen und Sabina Güngör am Mansfieldplatz zum Beispiel. "Die neue Hauptstraße ist ganz schön", sagt Cakmak, bemängelt aber: "Es hätten ruhig noch mehr Parkplätze sein können." Für sie als Autofahrerin sei das ein wichtiger Aspekt im Alltag. Die Zahl der Parkplätze direkt an der Hauptstraße ist bei der Sanierung reduziert worden, zusätzliches Parkplatz-Angebot hinter dem Rathaus jedoch hinzugekommen. Vermissen würde Güngör die Pkw auf der Hauptstraße nicht: "Ich hätte es auch gut gefunden, wenn hier überhaupt keine Autos mehr fahren und die Fußgänger noch mehr Platz hätten. Die Einkaufsmöglichkeiten sind für Heiligenhauser Verhältnisse okay. Wir kennen das nicht anders." Generell könne es ruhig eine noch größere Auswahl an Bekleidungsgeschäften geben.

Quelle: RP
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