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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
So übt die BU politisch Druck aus

Ratingen. Rathaus-Neubau und Zeitnot - die Politik steuert mit Karacho auf das Ende des Jahres zu. Das hat Folgen.

Erstaunlich! Bisher plante man in Sachen Rathaus-Neubau vor sich hin, brachte die Dinge auf den Weg, mitunter im Rat sogar einstimmig. Motto: Konsens statt Konflikt. Und plötzlich droht der Zug in Richtung Projekt-Abschluss zu entgleisen. Die Bürger Union hat sich dazu entschlossen, die Notbremse zu ziehen. Man will von der Vergabe an einen Generalunternehmer abrücken. Die Folge: Die Unruhe im Vorfeld der Ratssitzung am 18. Dezember ist groß. Die BU antwortete gestern auf das Schreiben von Bürgermeister Klaus Konrad Pesch, der den Fraktionen aus seiner Sicht erläutert hatte, warum der Vorstoß der Wählergemeinschaft durchaus riskant sei. Nun gibt es die Retourkutsche à la BU - und man wird den Eindruck nicht los, dass die Fraktionsspitzen Alexander von der Groeben und Angela Diehl den Druck auf Pesch und sein Team massiv erhöhen wollen. So geht man zum Beispiel davon aus, dass die Aus- und Bewertungen der Angebote noch kurzfristig bis zu einer beantragten Sondersitzung erstellt werden können. Ein international tätiges Anwaltsbüro, das über einen stattlichen Anwaltsstab verfüge, habe die Vergabeüberprüfung übernommen. Und man wisse, dass in Eilfällen "auch bis tief in die Nacht hinein gearbeitet wird". Auf Seiten der Verwaltung seien immerhin fünf Mitarbeiter in das RathausProjekt involviert. Also: Das mit der Auswertung sollte noch rechtzeitig klappen, so die BU, die weiß, dass die Mitarbeiter im Rathaus längst am Limit sind. Natürlich geht es der BU auch darum, vor dem Verprassen von Steuergeldern zu warnen. Doch niemand im Rat wird eine bodenlose Verschwendung verantworten wollen. Fazit: Die BU-Politik mit der Brechstange wird die Diskussion weiter anheizen. Gestern Abend legte man noch einmal nach und kritisierte CDU und FDP für deren "Augen-zu-und-durch-Mentalität".

Quelle: RP
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