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Heiligenhaus
Sorge um Finanzierung des Stadtteilzentrums Oberilp

Heiligenhaus. Das geplante Oberilper Stadtteilzentrum verzögert sich nicht nur, es wird für die Stadt Heiligenhaus auch teurer als 2015 noch geplant. Denn der städtische Eigenanteil an dem vom Bund mit 2.8 Millionen Euro geförderten Projekt erhöht sich von ursprünglich 320.872 Euro um 127.834 Euro auf insgesamt 448.706 Euro. Eine Dringlichkeitsentscheidung diesbezüglich unterschrieben, wie berichtet, Bürgermeister Michael Beck und SPD-Fraktionschef Peter Kramer.

"Die Kostenberechnung fußte auf den Zahlen des Antrages bei der Bundesregierung aus dem Jahr 2015, so dass die Baukostenerhöhungen der Folgejahre bis 2017 nicht berücksichtigt waren", heißt es dazu in der Unterlage. Die Fördergelder hingegen sind fix. Hinter dem Förderprojekt stecken ein enger Zeitplan und strenge Richtlinien, das zeigte sich schon bei der Beantragung, bei der im Rathaus und dem zuständigen Architektenbüro auch mal Nachtschichten gefahren wurden. Im Mai dieses Jahres sprach Gabriele Jäger, Fachbereichsleiterin Immobilienservice, noch vorsichtig davon, dass man eine Baufertigstellung Juli 2018 anpeile. Das ist nicht mehr zu schaffen.

"Können wir die Fristen einhalten?", fragte Reiner Besler (WAHL) mit Blick auf die mögliche Gefahr auf den Gesamtkosten sitzenzubleiben, im Immobilienausschuss nach.

"Der Zeitplan ist sehr, sehr eng. Aber wir haben bisher keinen endgültigen Zuwendungsbescheid erhalten. Wir können nicht starten", so Jäger, die von einem "Gang über das Glatteis" spricht. "Heiligenhaus steht mit dem Problem aber nicht alleine da. Es stecken etliche Projekte in diesem Flaschenhals", weiß Bürgermeister Beck. Zuständige Behörden hätten aber versichert, dass bisher immer alles gut gegangen sei, darauf wollen sich die Heiligenhauser nicht verlassen möchten, sie haben die Zusammenarbeit "so handfest wie möglich dokumentiert", wie Beck betont, etwa in Gesprächsprotokollen.

(sade)
 
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