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Ratingen
Spanischer Verein feiert seinen 50. Geburtstag

Ratingen. Der Spanische Verein am Stadionring feierte am Samstag sein fünfzigjähriges Bestehen mit über 130 Gästen.

Neben zahlreichen Vertretern aus Politik und Verwaltung war auch der Generalkonsul aus Düsseldorf, Aguilera Aranda anwesend und trotz vieler vorhergehender Termine ließ es sich auch Bürgermeister Klaus Pesch nicht nehmen, doch noch zu späterer Stunde mit kleinen Gastgeschenken zu erscheinen.

Fünfzig Jahre, das ist für die meisten deutschen Vereine keine lange Zeit. Der Spanische Verein ist aber mit dieser Zahl der älteste bestehende Migrantenverein in NRW. So war es natürlich auch selbstverständlich, dass der Vorstand, Manuela Jimenez, Esperanza Garcia, Magdalena Maldonado und dem Vorsitzenden, Jose Benito Vazquez Otero, sich lange auf dieses besondere Ereignis vorbereitet hatten.

Um 19 Uhr war der Andrang groß, aber es dauerte nicht lange, bis sich bei allen Gästen eine heitere Urlaubsstimmung einstellte. Bier, Wein und Fisch in allen Variationen waren selbstverständlich und die vielen Helferinnen und Helfern kamen mächtig ins Schwitzen. Jeder Mensch, der einmal seine Heimat verlässt, hat seine eigene Geschichte und das Spanien der 60er und 70er Jahre war geprägt von einer großen Landflucht.

Von dieser ersten Generation sind jedoch die meisten wieder in ihre Heimat zurückgekehrt und nur wenige Spanierinnen oder Spanier können auf eine Mitgliedschaft von mehr als 30 Jahren zurückblicken. Wie die anderen, in der Stadt bestehenden Ausländerzentren auch, war es als Begegnungsstätte für Spanier und Deutsche gedacht. In der Anfangszeit waren es aber nur wenige Deutsche, die neugierig auf die Zugewanderten waren.

Jetzt, im Jahre 2015 sind aus den meisten Häusern richtige Begegnungszentren geworden und im "Centro Cultural Espanol e.V." sind jetzt Spanier, Italiener, Portugiesen und Deutsche gleichberechtigte Mitglieder geworden.

Mit den Aktivitäten seiner Mitglieder war die Feier ein sichtbares Zeichen für eine gelungene Integration. Alle Gästen waren sich einig: "Es war ein tolles Fest."

Der Verein sieht mittlerweile seine Hauptaufgabe darin, mit den hier lebenden Familien spanischer Herkunft und ihren Kindern die kulturellen Besonderheiten lebendig zu erhalten.

Quelle: RP
 
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