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Heiligenhaus
Sparkasse baut "Drive In"-Schalter an der Zentrale ab

Heiligenhaus. Besser geschützt gegen die Angriffe von Diebesbanden sind ab sofort die Geldautomaten der Kreissparkasse Düsseldorf. Dafür muss die Bank in Heiligenhaus erheblichen Aufwand treiben. Das ergab eine umfangreiche Prüfung, die von externen Beratern unterstützt wurde. Erstes Ergebnis, das die Heiligenhauser Kunden direkt betrifft: Der 'Drive-in'-Geldautomat auf der Rückseite der Filialdirektion an der Hauptstraße "ließ sich leider nicht entsprechend sichern".

Die hinzugezogenen Berater empfahlen "eindringlich den Abbau des Gerätes, da für eine ausreichende Sicherheit nicht garantiert werden könne", teilt die Kreissparkasse mit. Das Risiko, dass der Automat aus seiner Verankerung gerissen oder gar gesprengt werden könnte, wäre einfach zu groß.

Die Kreissparkasse bittet daher alle Kunden, das Automatenangebot am Haupteingang zu nutzen oder auf die beiden anderen Standorte in Heiligenhaus auszuweichen: Die Geschäftsstellen in der Selbeck und in Hetterscheidt sind in Fahrtrichtung Hösel und Velbert direkt mit dem Auto zu erreichen. Zu den Maßnahmen gehört auch, die Zugangszeiten zu den Foyers einzuschränken: Sie bleiben künftig von 23.30 bis 6 Uhr geschlossen - genau der Zeitraum, in denen die meisten Attacken auf die Geldautomaten in der Vergangenheit stattfanden. Das Institut mit Standorten in Düsseldorf, Erkrath, Heiligenhaus, Mettmann und Wülfrath hat in den letzten drei Wochen massiv in die Sicherheit und Stabilität der stark frequentierten SB-Geräte investiert.

Die nächtlichen Angriffe auf Geldautomaten in NRW halten Polizei, Banken und Versicherungen in Atem: Alleine 67 Geldautomaten wurden in 2015 gesprengt oder aus der Verankerung gerissen, in den ersten vier Monaten des Jahres 2016 fielen schon 44 Geldautomaten in unserem Bundesland den Tätern zum Opfer. Die Vorgehensweise ist unterschiedlich und reicht von brachialem Herausreißen der Automaten aus Foyers und Fassaden bis zum Einleiten von Gas in den Automaten, der dann in Minutenschnelle gesprengt wird. Die Täter zu fassen ist für die Polizei eine große Herausforderung. sie hat es meistens mit gut organisierten und motorisierten Banden zu tun. Fanden diese Attacken bislang meist in Grenznähe zu den Niederlanden statt, so gibt es mittlerweile auch Angriffe in der unmittelbaren Umgebung der Kreissparkassen-Standorte (wie zuletzt in Monheim und Düsseldorf-Holthausen).

Die Folgen einer Automatensprengung sind verheerend und reichen von zerstörten Foyers, über Filialen, in denen für lange Dauer kein Geschäftsbetrieb möglich ist, bis zum komplett einsturzgefährdeten Gebäude.

Quelle: RP
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