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Ratingen
SPD fordert Rückkehrhilfen für abgelehnte Asylsuchende

Ratingen. Die SPD-Fraktion fordert vor der Verwaltung Rückkehrhilfen für in Ratingen untergebrachte Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive - ergänzend zu den bestehenden Programmen (REAG/GARP). Das Modell könnte auf perspektivisch ersparten Transferleistungszahlungen aufgebaut werden. Dabei könne auf Modelle zurückgegriffen werden, die in der Vergangenheit umgesetzt worden seien. Denkbar sei eine Lösung, bei der die kumulierte Summe der Transferleistungen für einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten als Rückkehrhilfe ausgezahlt werde.

Christian Wiglow, SPD-Fraktionschef: "Ein nicht zu vernachlässigender Anteil der Flüchtlinge hat keine wirkliche Bleibeperspektive. Im Gegensatz zu Menschen mit Bleibeperspektive gehen an dieser Personengruppe auch nahezu alle Unterstützungs-, Sprachförder- und Arbeitsmarktangebote vorbei, so dass diese Menschen ohne Perspektive und ohne Förderung längere Zeit in Deutschland verbringen. Die Kinder gehen zwar hier zur Schule und lernen recht schnell Deutsch, dafür aber die Sprache ihres Herkunftslandes nicht."

Auch aus den Reihen der ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuer/innen komme die Forderung nach Rückkehrhilfen. Es gebe staatliche Programme, die aber in der Regel neben den Beförderungskosten, einer Reisebeihilfe von 200 Euro für Erwachsene und 100 Euro für Kinder eine sehr geringe Starthilfe beinhalteten. Wiglow: "Kombiniert man jedoch die Förderungen mit eigenen Rückkehrhilfen, kann für ausgewählte Personenkreise ein ansprechendes Angebot aufgebaut werden, das im Herkunftsland einen Start ermöglicht und die freiwillige Ausreise befördern kann."

Quelle: RP
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