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Ratingen
SPD setzt sich für bezahlbare Wohnungen an der Talstraße ein

Ratingen. Die SPD-Fraktion unterstützt die Pläne der Verwaltung, auf einer Teilfläche des nicht mehr benötigten Sportplatzes Talstraße bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Für die SPD steht das nicht im Widerspruch zum Sportentwicklungsplan. Allerdings unterstützt die SPD nur dann eine Bebauung, wenn ausschließlich öffentlich geförderter Wohnungsbau festgeschrieben würde. Außerdem will Fraktionschef Christian Wiglow sichergestellt sehen, dass die Fläche über den Schulsport hinaus so gestaltet werden kann, dass sie auch außerhalb der Schulzeiten von nicht im Verein organisierten Freizeitsportlern benutzt werden kann.

Aus Sicht der SPD wird den berechtigten Anliegen der Anwohner durch die Planung Rechnung getragen. Der "grüne Gürtel" bleibt bestehen, die Bebauung wird so gestaltet, dass sie sich in die Umgebung einfügt. Eine verkehrliche Erschließung ist möglich. Im folgenden Bebauungsplanverfahren - es handelt sich um einen Aufstellungsbeschluss - können weitere Modifizierungen vorgenommen werden. Die SPD hat dafür Verständnis, dass nicht allen die Pläne behagen, dass sich in ihrer Umgebung etwas ändert, wirbt aber für Verständnis und plädiert auch für mehr Sachlichkeit. Die von einem Anwohner ins Feld geführte Zahl von 175 Sozialwohnungen sei maßlos überzogen: Es gehe um 60 bis 70 Wohneinheiten. Vor allem der Begriff "Sozialsiedlung" werde auf das Schärfste zurückgewiesen. Auch ein Polizeioberkommissar mit zwei Kindern habe Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein und damit auf öffentlich geförderten Wohnraum. Und dieses Thema muss in Ratingen nachhaltig gelöst werden. Denn seit Jahren ist bekannt, dass es in Ratingen viel zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt.

Der Bestand an Sozialwohnungen, der 1990 noch 6798 umfasste, war 2014 bereits radikal auf 2627 um über 60 Prozent zurückgegangen. Bis zum Jahr 2026 wird der Bestand um weitere 15 Prozent zurückgehen auf dann nur noch 2225 Sozialwohnungen umfassen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage, ohne dass es eine nennenswerte Bautätigkeit gäbe. Wiglow: "Wir müssen in Ratingen endlich zu Ergebnissen kommen."

Quelle: RP
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