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Niederberg
Spende sichert Down-Ambulanz

Niederberg. Für gewöhnlich sieht ein Kinderarzt im Jahr nur wenige Patienten mit Down-Syndrom in seiner Praxis. Um so wichtiger ist eine entsprechende Einrichtung für Betroffene wie die Down-Syndrom Ambulanz, um bei Bedarf gezielt und systematisch helfen zu können. Deren Fortbestehen am Klinikum Niederberg wurde jetzt mit einer Spende in Höhe von 3.600 Euro gesichert.

Gesammelt hatte die Summe die Belegschaft der Firma Bilfinger Manuel in der Vorweihnachtszeit. Aufgestockt wurde der Betrag von 1100 Euro durch Mitarbeiterin Angela Schütze. Sie feierte einen runden Geburtstag, verzichtete auf Geschenke und gab anstelle dessen 2500 Euro für die gute Sache. "Der Gedanke der Hilfsbereitschaft wird durch das gesamte Unternehmen getragen. So war es für mich naheliegend, auch privat um eine Spende für die von Down-Syndrom betroffenen Kinder zu bitten", erläutert sie. Geld, das unmittelbar bei den betroffenen Kindern ankommt und nicht durch Verwaltungskosten geschmälert wird, wie Chefarzt Mirco Kuhnigk betont.

Die jährlichen Kosten für Aufwandsentschädigungen der Therapeuten, Kosten für die Organisation und das Verfassen der Berichte betragen etwa 14.000 Euro, bilanziert der Chefarzt. Regelmäßig gibt es am Klinikum eine Sprechstunde für Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom an. Hier haben Eltern die Möglichkeit, ihr Kind Kinderarzt, Kieferorthopädin, Sprachheilpädagogin, Ergotherapeutin, Physiotherapeutin sowie Heilpädagogen vorzustellen. Dieser Termin findet jeweils am ersten Mittwoch im Monat, vormittags und nachmittags, in den Räumen der Kinderklinik statt. Der Termin bietet Eltern außerdem die Möglichkeit, sich auszutauschen. "Oft helfen kleine Dinge und Hinweise", weiß der Chefarzt. Wo sie beispielsweise eine Brille fürs Kind bekommen - Kinder mit Down-Syndrom haben einen breiteren Nasenrücken.

Das Down-Syndrom ist keine Krankheit und verursacht keine Schmerzen, erklärt der Fachmann, vielmehr handelt es sich um Menschen, die mit einem zusätzlichen Chromosom geboren wurden. Spezifische Probleme werden oft durch die Arbeit mit Logopäden und krankengymnastischen Therapeuten angegangen. Wie es sie in der Ambulanz gibt.

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