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Ratingen
Spieletage feiern Premiere

Düsseldorf. Am 27. und 28. März werden in der Dumeklemmerhalle Spiele aller Art vorgestellt und ausprobiert. Verlage, Zeitschriften und Vereine stellen sich dort vor. Bei insgesamt sechs Turnieren können sich die Spieler messen. Von Christiane Bours

Liebhaber von Spieleklassikern wie "Mensch ärger Dich nicht", "Rummikub" oder "Bridge" werden definitiv auf ihre Kosten kommen, aber auch sonst warten unzählige Spiele darauf, neu oder eben wiederentdeckt zu werden. Schließlich haben die Besucher am 27. und 28. März gleich zwei Tage Zeit, bei den ersten Ratinger Spieletagen in der Dumeklemmerhalle nach Herzenslust zu stöbern und auszuprobieren.

"Müssen Anfragen ablehnen"

"Spiele sind wieder im Kommen", so Thomas Fedder, selber begeisterter Spieler und Mitorganisator. Gemeinsam mit Charlotte Fischer-Simon vom Jugendamt und Andrea Laumen, Leiterin der Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Kirche, hat er die Spieletage ins Leben gerufen. Die Idee dazu entstand bei der Spieleausstellung, die 15 Jahre lang im Haus im Turm stattfand und jedes Mal rund 150 Besucher anlockte.

Natürlich hoffen die drei, dass die Premiere der Ratinger Spieletage deutlich mehr Besucher anziehen wird. Schließlich haben sie anderthalb Jahre Arbeit in die Vorbereitung gesteckt – und das ehrenamtlich. Über mangelnde Nachfrage der Spiele-Verlage können sie sich jedenfalls nicht beschweren. "Wir sind inzwischen soweit, dass wir Anfragen ablehnen müssen", so Fedder. In Ratingen mit dabei sind unter anderem Verlage wie der Heidelberger Spieleverlag, Jumbo Spiele, der Kosmos Verlag oder die Redaktion Phantastik, die Rollen- und Fantasyspiele herausbringt.

Wer wissen möchte, wie man ein Spiel überhaupt entwickelt und interessant für Spieler macht, der hat auf den Spieletagen die Gelegenheit, eigene Fragen loszuwerden. Denn sieben Spieleautoren werden da sein und zeigen, was sie sich Neues ausgedacht haben. Ein Höhepunkt: Max Kobbert, Erfinder des berühmten Klassikers "Das verrückte Labyrinth", wird da sein und sein neuestes Buch "Kulturgut Spiel" vorstellen.

"Jedes Jahr kommen etwa 600 Spiele neu auf den Markt, und auch die Zahl der Verlage steigt ständig", erklärt Fedder. "Brettspiele sind ein Kontrast zu Computerspielen", erklärt Andrea Laumen. Wer den ganzen Tag bei der Arbeit vor dem Computer sitzt, habe oft keine Lust, auch noch in der Freizeit vor der Kiste zu hocken. "Beim Brettspiel sitzt man seinen Mitspielern gegenüber, das ist eine ganz andere Situation", meint Fedder. Wer sich bereits auf ein Spiel spezialisiert hat, der kann sich bei den Spieletagen aber auch mit der Konkurrenz messen. Bei den beiden Spielen "Siedler von Catan" und "Zug um Zug" wird sogar um die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften gespielt. Weitere Turniere: "Dominion", "Fits", "Rummikub" und "Zooloretto".

Quelle: RP
 
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