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Heiligenhaus
Spielplatz-Masterplan ärgert die SPD

Heiligenhaus. Hart ins Gericht geht die SPD mit dem Ratsentscheid zur Zukunft der Heiligenhauser Spielplätze. "Erst vergammeln lassen. Dann feststellen, dass keine Kinder mehr kommen. Und dann wegmachen. So verschwinden Spielplätze in Heiligenhaus", so sieht es der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ingmar Janssen.

Der Kern des Vorhabens, das seit Januar diskutiert und inzwischen vom Rat verabschiedet wurde: 13 von 48 städtischen Spielplätzen werden geschlossen, andere zu Spielplätzen mit "Leuchtturmfunktion" umgebaut (unsere Redaktion berichtete). Janssen geht mit seiner Kritik noch weiter: "Dabei hat die CDU in ihrem Wahlprogramm noch eine Modernisierung der Spielplätze mit zeitgemäßen Spielgeräten versprochen. Das war wohl nichts. CDU und FDP schließen und zerstören ohne Rücksicht auf die Kinder und die Situation in den Stadtteilen 13 Spielplätze. Dieser unsoziale und familienunfreundliche Kahlschlag wurde gegen die Stimmen der SPD im Stadtrat beschlossen. Viele der Flächen sollen dann jetzt schnell durch Verkauf zu Geld gemacht werden, um angeblich die miserable Finanzlage der Stadt zu verbessern." Im gemeinsamen Antrag von CDU und FDP - Grundlage für den Ratsentscheid - war einerseits von einem "Sparziel" die Rede. Andererseits auch davon, die verbleibenden Flächen deutlich aufzuwerten. Sie sollen zum Teil in Wald- und Inklusionsspielplätze umgewandelt werden. Deren Standorte: Gartenstraße, Hunsrückstraße, Steinbeck-Park, Hetterscheidt (noch ohne benannten Standort) und an der Butterwelle. Eine kleine Einschränkung gilt für den Platz Hunsrückstraße in der Oberilp: Hier müsse man zunächst abwarten, was aus dem inzwischen leerstehenden Grundschulgebäude werden wird. Janssen macht erbost eine andere Rechnung auf: "Es werden Kreisverkehre mit Skulpturen gemacht, Blumentöpfe an Laternenmasten gepflegt und teure Prestigebauten errichtet. Dafür ist dann Geld da. Dabei weiß jeder, dass gute Spielmöglichkeiten die Grundlage für eine gute Kindesentwicklung sind. Und diese Spielmöglichkeiten gehören in familienfreundliche Wohngebiete in unseren Stadtteilen." Der SPD-Plan: die Spielflächen erhalten, pflegen und gestalten. "Dabei sind die Grünflächenbetriebe der Stadt personell und sachlich effektiv auszustatten", fordert Janssen.

(köh)
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