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Lokalsport
04/19 arbeitet noch an den Mechanismen

Ratingen. Das neue System des Fußball-Oberligisten sitzt noch nicht. Das soll morgen in Bocholt anders sein. Von André Schahidi

Ärger verraucht mit der Zeit - das gilt auch für Peter Radojewski. Beim Trainer der Fußball-Oberligisten 04/19 war es jedoch nicht die Zeit, die Milde brachte, sondern ausführliches Video-Studium. "Von der Seitenlinie aus sehen manche Dinge schlimmer aus, als sie letztlich im Video sind", sagt Radojewski im Rückblick auf den 1:0-Sieg gegen Aufsteiger Kalkum-Wittlaer. "Da sind einige Sachen doch ganz anständig. Aber wir haben trotzdem noch genug Themen, die ich ansprechen werde."

Vor allem taktisch sieht der Coach viele Anknüpfungspunkte. "Wir sind da zu unkonzentriert", betont Radojewski. Das neue System, das der Trainer seiner Mannschaft verordnet hat, sitzt noch nicht. Jeder Spieler soll gemäß seiner individuellen Qualitäten eingesetzt werden - doch dafür sind während der Partie viele Verschiebungen notwendig. "Das ist natürlich schwer zu trainieren, da wir im Training nur einen halben Platz haben", sagt der Coach - am Sportpark Keramag übt während der Trainingszeiten des Oberligisten gleichzeitig auch der Nachwuchs - das gesperrte Stadion sorgt für Kapazitätsmangel.

"In der Hinsicht war Kalkum aber ein guter Gegner. Gegen den durften wir Fehler machen, die nicht sofort bestraft wurden", betont der Coach. "Trotzdem müssen wir das auf Dauer abstellen. Ich bin mir aber sicher, dass wir das hinbekommen."

Schon morgen, im Gastspiel beim 1. FC Bocholt, sollte sich der Vorjahresdritte zumindest ein wenig gefestigter präsentieren. Denn Bocholt hat trotz des bisher durchwachsenen Saisonstarts mit nur einem Punkt aus zwei Spielen vor der Saison mächtig aufgerüstet. "Ich bin mir sicher, dass Bocholt oben mitspielen wird", sagt Radojewski.

Er wird wohl auf Yusuf Keser verzichten müssen, der sich gestern krank meldete. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass er Sonntag auch schon nicht fit war", sagt der Trainer. "Das hat man gemerkt. Es war nicht sein bestes Spiel." Ihm wäre lieber, die Spieler würden offen sagen, dass sie sich nicht gut fühlen. "Ich werde niemanden herausnehmen, nur weil er mal ein schlechtes Spiel abliefert. "Das sind junge Spieler, die brauchen Selbstvertrauen. Wenn einer einen Fehler macht, kriegt er eine zweite Chance." Zum Beispiel morgen in Bocholt.

Quelle: RP
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