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04/19: Bei einer Niederlage wird es eisig

Lokalsport: 04/19: Bei einer Niederlage wird es eisig
FOTO: Blazy, Achim (abz)
Ratingen. Der Fußball-Oberligist braucht dringend einen Sieg gegen den TSV Meerbusch. Der Gegner kommt mit viel Erfahrung. Von André Schahidi

Die Sonne scheint, Peter Radojewski hat gute Laune. "Bei dem Wetter kann man doch nicht mies drauf sein", sagt der Trainer des Fußball-Oberligisten Ratingen 04/19. Auch ein Blick auf die Tabelle kann die Laune des 47-Jährigen nicht verhageln. "Ja, es sind nur vier Punkte auf einen Abstiegsplatz", sagt er. "Aber das Spiel in Duisburg ist jetzt eine Woche her - da lohnt es sich nicht mehr, sich darüber zu ärgern." 0:0 spielte sein Team nur bei der ebenfalls abstiegsbedrohten Duisburger Zweitvertretung.

Die gute Stimmung Radojewskis könnte allerdings schon morgen umschlagen. Denn bei einer Niederlage seiner Mannschaft im Spiel gegen den TSV Meerbusch (15 Uhr, Sportpark Keramag) könnte es ganz schön eisig werden - die Konkurrenz im Keller punktet fleißig: Der 1. FC Mönchengladbach ließ mit einem Sieg gegen den Spitzenreiter Wuppertal aufhorchen. Kalkum-Wittlaer demontierte Hilden 5:1. Und wenn Hönnepel/Niedermörmter nicht erst kurz vor Schluss in Fischeln den Ausgleich kassiert hätte, wäre Ratingens Abstand zu den kritischen Plätzen nur noch drei Punkte gewesen.

Ein Sieg muss also schon fast her. Das weiß Radojewski. "Unser Start in die Rückrunde ist mit drei Unentschieden, davon zwei nach der Winterpause, natürlich durchwachsen. Aber wir hätten in diesen Spielen auch mehr holen können, daher sehe ich das Ganze nicht so negativ."

Er schöpft vor allem Hoffnung aus der zweiten Halbzeit der Partie in Duisburg. Da nämlich kamen in Stefan Rott, Carlos Penan und Orhan Dombayci drei nach Verletzungen wiedergekehrte Akteure in die Mannschaft, die das Spielniveau des RSV gehörig steigerten. "Man merkt einfach ihre Erfahrung", sagt Radojewski. Und kritisiert damit unterschwellig andere Kräfte wie Yannick Wollert und Karoj Sindi, die sich bislang nicht auszeichnen konnten. Vor allem Wollert bleibt den Nachweis der Oberliga-Tauglichkeit bislang völlig schuldig. Sindi kam erst in der Winterpause - und muss sich noch an seine neue Mannschaft gewöhnen.

Es trifft sich gut, dass Meerbusch nicht gerade berauschend in die Rückrunde gestartet ist. Zwei Niederlagen in zwei Spielen sind auf dem Konto des Fusionsklub, der aktuell vor allem Torgefahr einbüßt. Stürmer Kevin Dauser (acht Treffer), der schon bei Fortuna spielte, fällt langfristig aus. und Alex Pranjes, der gar zehn Treffer erzielte, wechselte im Winter zum Wuppertaler SV. "Da bleibt von den torgefährlichen Spielern nur noch Dennis Schmidt", sagt Radojewski - der Stürmer erzielte immerhin sieben Treffer.

Trotzdem möchte der Coach den Gegner, der immer noch viel Erfahrung aufbieten kann, nicht unterschätzen. "Meerbusch ist robust, trotz der Ausfälle gut bestückt. Ich denke dennoch, dass wir gewinnen können." Er setzt vor allem auf die gute Trainingswoche, die seine Mannschaft absolviert hat. "Wir haben hart gearbeitet", sagt Radojewski. Und wenn es tatsächlich mit einem Sieg klappt, dürfte die Laune im Ratinger Lager auch der Wettervorhersage am sonnigen Sonntag entsprechen. Wenn nicht, droht am Sportpark ein plötzlicher Wintereinbruch: Dann herrscht nämlich Eiseskälte im Kampf gegen den Abstieg.

Quelle: RP
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