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Lokalsport
04/19: Jetzt soll's auch auswärts klappen

Ratingen. Nach vier Heimsiegen in Folge geht es jetzt mit viel Selbstvertrauen zum Tabellendritten nach Schonnebeck. Von André Schahidi

Tabellen lügen nicht. Sie sprechen - weil sie auf Zahlen basieren - eine deutliche, weil nicht falsch zu deutende Sprache. Und trotzdem gibt es selbst innerhalb der sportlichen Zahlenwerke Nuancen, die einen Blick spannend machen. In der Oberliga zum Beispiel. Dort ist Ratingen 04/19 Zehnter und die SpVg Schonnebeck Dritter. So weit, so gut. Beide Teams treffen Sonntag in Essen aufeinander. Und laut Tabelle wäre das Team von Trainer Peter Radojewski somit klarer Außenseiter.

Nun gibt es aber noch die Hin- und Rückrunden-Tabelle. Letztere ist im Hinblick auf dieses Spiel besonders interessant: Nach den vier Siegen in Folge ist der RSV auf Rang fünf angekommen, während Schonnebeck nur elf Zähler sammelte und in der Rückrundentabelle damit Vorletzter ist. "Das zeigt: Wir fahren auf jeden Fall nach Schonnebeck, um etwas zu holen", betont Radojewski.

Es wäre der zweite Auswärtssieg der Saison für den RSV. Denn auch dort zeigt die Tabelle wieder Wahrheiten. Während Schonnebeck das zweitbeste Heimteam der Liga ist, ist 04/19 das drittschlechteste Auswärtsteam. So viel zur Statistik. "Klar ist", sagt Radojewski, "dass Schonnebeck kein gewöhnlicher Aufsteiger ist." In der Rückrunde kassierten die Essener allerdings schon sieben Niederlagen. Und geht es nach dem Ratinger Coach, kommt morgen die achte hinzu: "Die Mannschaft ist bereit, sie hat richtig bock", betont Radojewski. Einen großen Motivationsschub hofft der Trainer aus der Situation des Teams zu erhalten. "Wir haben in dieser Saison schon richtig im Dreck gesteckt", sagt er. "Und dahin will keiner zurück. Deshalb wird trotz der vier Siege in Folge keiner zufrieden sein - wir haben immer noch nur ein paar Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Wir mögen nach den Erfolgen zwar selbstsicher sein, aber sicher nicht überheblich, denn wir wissen, wo wir herkommen."

Auf einige Akteure muss Radojewski in Schonnebeck derweil verzichten. Timo Krampe zog sich gegen Uerdingen einen Muskelfaserriss zu. Karoj Sindi und Fatih Özbayrak sind nach ihren Verletzungen zwar wieder im Training, ein Einsatz kommt für die beiden allerdings noch zu früh. Gleiches gilt für Yannick Wollert, der wie Sahin Ayas noch angeschlagen ist. "Da fehlen schon fünf, sechs Leute", betont Radojewski. "Aber die anderen, die spielen, haben ja gezeigt, dass man auf sie bauen kann."

Ein paar Punkte muss der RSV in den letzten fünf Saisonspielen noch holen, um dem Abstieg endgültig zu entgehen. "Klar, nächste Woche kommt Oberhausen zu uns, aber das wird nicht reichen", sagt der Coach. Weil das letzte Heimspiel der Saison 04/19 gegen den Aufsteiger Wuppertaler SV führt, müssen auswärts noch ein paar Punkte her. In Schonnebeck, bei Schwarz-Weiß Essen oder bei Kapellen-Erft. Zumal Schwarz-Weiß schon heute gegen den MSV Duisburg II spielt und eine der beiden Mannschaft somit schon wieder zu 04/19 aufschließen könnte. "Wir gehen zwar etwas entspannter in das Spiel in Schonnebeck", sagt Radojewski. "Aber wir werden uns sicherlich nicht zurücklehnen." Ein paar Punkte aus Essen würden dem RSV in Sachen Entspannung sicher gut tun. Und dabei auch die marode Auswärtsbilanz ein wenig aufpolieren.

Quelle: RP
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