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Lokalsport
04/19: Kleine Fehler - große Wirkung

Lokalsport: 04/19: Kleine Fehler - große Wirkung
Einige Uerdinger Fans beschwerten sich über die Eintrittspreise im Ratinger Stadion. FOTO: Janicki
Ratingen. Beim 0:1 gegen den KFC Uerdingen entschieden Kleinigkeiten - sowohl auf, als auch neben dem Platz. Von André Schahidi

Das Spiel gegen den KFC Uerdingen hatte noch gar nicht angefangen, da schaute Jens Stieghorst schon finster drein. Der Vorsitzende von Ratingen 04/19 war bedient. Wenig klappte an diesem Tag - im organisatorischen Bereich. Da war die sportliche Leistung trotz des 0:1 gegen einen der Aufstiegsfavoriten noch ein Lichtblick der Partie.

Der Reihe nach. Ärger gab es vor allem in Bezug auf die Gästefans. Abgesehen davon, dass sie viel weniger zahlreich anreisten als es sich Stieghorst erhofft hatte, mussten diese an den Kassenhäuschen zunächst zehn Euro für das Spiel abdrücken, während die Fans auf der Haupttribüne "nur" neun Euro zahlen sollten. "Das war ein interner Fehler", räumt der zweite Vorsitzende Michael Schneider ein. Ursprünglich sollte - so wurde es vorab besprochen - ein einheitlicher Eintrittspreis von zehn Euro für alle Besucher genommen werden.

Warum auf der Haupttribüne dann doch falsch bedruckte Karten landeten, ist unklar. Als der Fehler noch vor dem Spiel auffiel, reagierten die Hausherren sofort: Die Gäste-Karten wurden nun auch für neun Euro verkauft und gestempelt, Fans, die bereits einen "Zehner" gezahlt hatten, bekamen einen Euro zurückerstattet. "Trotzdem ist das blöd gelaufen", sagte Schneider. "Dafür können wir uns nur entschuldigen." Dass die Eintrittspreise wie auf einem Basar ausgehandelt wurden, wie einige Uerdinger Anhänger hinterher behaupteten, weist Schneider von sich. "Es gibt Ermäßigungen auf die Eintrittspreise", sagt er. "Da erwarten wir aber auch entsprechende Ausweise."

Es war nicht der einzige Faux-Pas. Bei der Sicherheitsbesprechung beider Vereine wurde aufgrund der Parplatznot am Stadionring besprochen, dass die Gäste am Eisstadion parken und dann die Brücke nutzen sollten - dies sollten die Uerdinger auch intern kommunizieren. "Leider ist dies nicht passiert", sagte Schneider. Wodurch der Stadionring angesichts der vielen Gäste-Anhänger dann doch verstopft war. Dass dann auch noch die Balljungen fehlten, verhagelte den Verantwortlichen endgültig die Laune.

Doch nicht nur auf und neben dem Platz passieren Fehler, manchmal auch in der Berichterstattung. Der Ausrutscher vor dem Gegentor zum 0:1 wurde im Artikel zum Spiel versehentlich Phil Spillmann zugeschrieben. Der jedoch hatte als Innenverteidiger nur wenig damit zu tun - es war Rechtsverteidiger Benjamin Teichmöller, der den langen Pass auf Timo Achenbach unterschätzte und dann wegrutschte. Unbenommen bleibt jedoch, dass beide Abwehrspieler - Fehler hin oder her - ein insgesamt gutes Spiel ablieferten. Nur leider ohne zählbaren Erfolg: Da vorne einige gute Chancen vergeben wurden, blieb der Uerdinger Treffer der einzige des Spiels. Und so steht Ratingen nach sechs Spielen mit vier Zählern nur noch einen Punkt über den Abstiegsplätzen - eine Bilanz, die schmerzt.

Allerdings war der Auftritt trotz der Niederlage so gut, dass sich die Ratinger durchaus Hoffnungen machen dürfen, am kommenden Wochenende bei TuRU Düsseldorf wieder Punkte einzufahren. Denn die Leistung zeigt: Die Mannschaft lebt. Das zeigte auch Marvin Ellmann. Zuletzt oft in der Kritik, nun verletzt - doch nach dem Spiel ging er von Mann zu Mann und leistete Aufmunterung. So sieht Teamgeist aus.

Quelle: RP
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