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Lokalsport
04/19: Nicht gut - aber siegreich

Ratingen. Beim 3:1-Sieg gegen den VfB Homberg stimmen Kampfgeist und das Ergebnis. Es gibt aber noch viele Baustellen. Von André Schahidi

Marvin Ellmann humpelt vom Platz. Er hält sich den Rücken, jeder Schritt tut sichtbar weh. 60 Minuten sind gespielt zwischen Ratingen 04/19 und dem VfB Homberg, da geht es nicht mehr für den Stürmer des Fußball-Oberligisten. Ellmanns Humpeln ist der sichtbare Beweis für den Einsatzwillen, den der RSV auch in der Krise an den Tag legt. Das Foul - Ellmann bekam einen Knie-Tritt in den Rücken - geschah schon viel früher. Und doch hält der Angreifer noch einige Minuten durch.

Seine Schuldigkeit hatte er schon vorher getan. Denn Ellmann war beim 3:1-Erfolg seiner Mannschaft an allen drei Treffern direkt beteiligt: Beim 1:0 schoss der Angreifer einen Verteidiger an, der Abpraller landete bei Emre Cinar. Beim 2:0 legte Cinar den Ball auf seinen Sturmkollegen Ellmann quer. Und beim 3:0 scheiterte Ellmann am Homberger Schlussmann, bevor Cinar den Abpraller verwandelte. "Es tut mir natürlich gut, dass ich endlich getroffen habe", meinte Ellmann. "Wichtiger ist aber, dass wir als Mannschaft den Sieg geholt haben."

Dass eben diese Mannschaft mit einer 3:0-Führung in die Pause ging, ist allerdings kaum zu erklären. Denn gerade im ersten Durchgang leistete sich der RSV viele haarsträubende Fehler. Es war dem extrem starken Schlussmann Dennis Raschka sowie einer Portion Unvermögen auf Duisburger Seite zu verdanken, dass die "Null" bis zur Pause stand. Vor allem der Ex-Ratinger Dennis Wibbe machte ordentlich Betrieb. Erst mit dem 2:0 durch Ellmann - von Erkan Ari direkt nach seiner Einwechslung wunderbar vorbereitet und von Ellmann mit einem strammen Schuss verwandelt - und dem 3:0 direkt danach kehrte ein wenig Ruhe ein.

"Wir hatten in der ersten Hälfte drei Chancen und haben drei Tore gemacht", sagte Trainer Karl Weiß. "Davon dürfen wir uns natürlich nicht blenden lassen. Allerdings habe ich gesehen, dass jeder für den anderen gelaufen ist. Die Leidenschaft war trotz der vielen Fehler da."

Nach dem Seitenwechsel und einer Ansage von Trainer Weiß in der Pause spielte es sich mit der deutlichen Führung im Rücken viel angenehmer für die Ratinger. Und weil Duisburg aufmachen musste, ergaben sich vor allem in er Schlussphase Chancen am Fließband - die jedoch alle mehr oder minder kläglich vergeben wurden. Da stand es schon 3:1, weil ein abgefälschter Ball unhaltbar für Raschka im Tor einschlug.

"Wir wissen, dass wir noch deutlich mehr tun müssen", sagte Stürmer Ellmann nach dem Spiel. "Wir werden weiter hart arbeiten müssen. Aber ich glaube auch, dass wir schneller wieder aus dem Loch herauskommen, als wir reingeraten sind."

Quelle: RP
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