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04/19 setzt auf neue Heimstärke

Lokalsport: 04/19 setzt auf neue Heimstärke
Daniel Keita-Ruel (l.) und Stefan Rott (r.) hoffen auf bessere Spiele auf Naturrasen im eigenen Stadion. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Nach fast zehn Monaten darf der Fußball-Oberligist wieder ins Stadion - und das gleich viermal in Folge. Von André Schahidi

Am Anfang hatte es was von einem Ausflug - am Ende waren alle irgendwie genervt. Der Ausflug des Fußball-Oberligisten Ratingen 04/19 in den Sportpark am Götschenbeck war kein rechter Erfolg. Auch wenn der RSV fünf seiner nur sechs Siege in der laufenden Saison auf heimischen Boden einfuhr - so richtig warm wurden Spieler und Verantwortliche mit der Ausweich-Spielstätte nie. Zu viel Wind, zu viel Kreis- statt Oberliga-Atmosphäre. Und am Ende dann doch - zu wenig Punkte.

Das soll sich ab Sonntag ändern. Dann nämlich startet 04/19 mit dem Spiel gegen den SC West in den Heimspiel-Marathon: Viermal in Folge tritt das Team von Trainer Peter Radojewski auf dem neuen Rasen des Stadions an - und das in nur drei Wochen. Sechsmal tritt der RSV in der Saison-Endphase in Ratingen an, nur noch dreimal auswärts. Ein Brett im Abstiegskampf.

Ein Brett, was jedoch wohl schon heute angebohrt werden sollte. Denn nach zehn Spielen ohne Sieg muss gegen den SC West ein "Dreier" her. "Doch selbst wenn wir jetzt aus den vier Heimspielen zwölf Punkte holen sollten, haben wir erst 40 Punkte und sind immer noch nicht aus dem Schneider", sagt der Sportliche Leiter Michael Kulm. "Das ist noch ein langer Weg, den wir zu gehen haben."

Dennoch will Präsident Jens Stieghorst Trainer und Mannschaft kein Ultimatum stellen. "Ich halte nichts von einer Vorgabe, wie viele Punkte aus den nächsten Spielen geholt werden müssen", sagt er. "Der Spruch ist zwar abgedroschen - aber wir schauen jetzt nur noch von Spiel zu Spiel. Die Mannschaft hat in Hönnepel in der ersten Halbzeit einen guten Eindruck gemacht. Darauf müssen wir aufbauen."

Tatsächlich war der RSV am linken Niederrhein vor der Pause drückend überlegen, baute erst nach dem Seitenwechsel konditionell ab und verlor dadurch den Zugriff aufs Spiel. "Das sind jede Woche die gleichen Dinge, über die wir reden", sagt Trainer Radojewski. Er hat seine Mannschaft akribisch auf das Spiel gegen West vorbereitet. Die aktuelle Situation geht dem Wuppertaler sehr nahe - weswegen er um so härter daran arbeitet, den Tabellenkeller möglichst unbeschadet wieder zu verlassen.

In den kommenden vier Heimspielen in Folge kann dafür ein Grundstein gelegt werden. Denn mit Ausnahme der Partie gegen Uerdingen sind alle Gegner vom Kaliber "machbar" - nur: Das waren Hilden und zuletzt Hönnepel-Niedermörmter auch. Immerhin spielt der RSV noch gegen zwei Teams, die in der Tabelle unter ihm platziert sind. Zum dritten Streich der Heimspielserie kommt nämlich der 1. FC Mönchengladbach ins Stadion, am 8. Mai geht es gegen Rot-Weiß Oberhausen II.

Prognosen zu wagen, ist nicht leicht. Wir versuchen es dennoch - nach zehn Spielen ohne Sieg muss der Knoten einfach mal platzen. Im Hinspiel lieferten sich der SC West und 04/19 ein recht blutleeres 0:0. Und dank der neuen Hoffnung auf neue Heimstärke im altbekannten Stadion: Warum sollte die Negativ-Serie des RSV nicht schon morgen reißen?

Quelle: RP
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