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04/19 tankt Selbstvertrauen mit Pokalsieg

Lokalsport: 04/19 tankt Selbstvertrauen mit Pokalsieg
Wichtiges Tor: Carlos Penan erzielt nach 22. Minuten den Ausgleich für 04/19. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Der Fußball-Oberligist setzt sich 2:1 beim SC Velbert durch. Emrah Cinar feiert im Sturm eine erfolgreiche Rückkehr. Von André Schahidi

Das Wichtigste war für Karl Weiß nur Eines: "Wir sind eine Runde weiter. Das zählt", sagte der Trainer von Ratingen 04/19 nach dem Sieg im Niederrheinpokalspiel beim SV Velbert. 2:1 kämpfte sich der Fußball-Oberligist beim klassentieferen Langesliga-Spitzenteam zum Sieg. "Das war sehr wichtig für die Moral", sagte Weiß. "Velbert war ein richtig gutes Team mit einigen Oberliga-Akteuren. Aber wir haben es gut gemacht gegen eine Mannschaft, die in dieser Saison noch kein Spiel verloren hat."

Dabei kamen die Blau-Gelben gar nicht gut in die Partie. Gerade drei Minuten waren gespielt, da verlängerte Timo Krampe eine Velberter Flanke mit dem Schienbein ins eigene Tor. "Das kam natürlich gar nicht für uns, vor allem in unserer aktuellen Situation", sagte Weiß. "Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht einfach gehabt."

Doch 04/19 presste früh - und erzielte so auch den Ausgleich. Emrah Cinar, der nach seiner Verletzungspause zurück ins Team kam und eine gute Leistung zeigte, erkämpfte sich den Ball, spielte dann Carlos Penan an, der nach rund 22 Minuten den wichtigen Ausgleich erzielte.

In der Halbzeit reagierte der RSV dann auch taktisch auf das Spiel der Gastgeber. "Wir hatten erwartet, dass Velbert mit zwei Stürmern spielen würde, daher hatten wir eine Dreierkette in der Abwehr. Das waren aber zu viele Verteidiger, weshalb wir nach der Pause auf zwei Stürmer und hinten eine Viererkette umgestellt haben", sagte Weiß. Carlos Penan und Emrah Cinar spielten nun in vorderster Front - und der RSV übernahm klar die Initiative in der Partie. "Ich wollte nicht während der ersten Hälfte umstellen, daher haben wir es in der Pause in Ruhe gemacht", betonte Weiß. Den Siegtreffer erzielte Ismail Cakici nach 68. Minuten - mit seiner ersten Ballberührung nach seiner Einwechslung. Danach hatte der RSV, der seit der 60. Minute auch in Überzahl spielte (ein Velberter flog wegen Nachtretens vom Platz) eine ganze Reihe Chancen. Penan scheiterte alleine vor dem Torhüter und schob den Ball am Tor vorbei, auch Luca Bosnjak vergab aus aussichtsreicherer Position. "Da hätten wir den Sack viel früher zumachen müssen", betonte Weiß. "Das wäre deutlich entspannter gewesen."

Am Ende des Tages stehen aber die nüchternen Fakten - und der Klub steht endlich mal wieder in der dritten Runde des Niederrheinpokals. "Das ist doch auch was", betont Weiß. "Ich hoffe, dass wir einen tollen Gegner bekommen, das wäre schön."

Erstmal will sich Weiß aber auf das nächste Oberliga-Spiel vorbereiten - und die positiven Erfahrungen des Pokalsieges mitnehmen. "Wir werden in der kommenden Woche hart arbeiten und uns gut auf den nächsten Gegner Speldorf vorbereiten", betont Weiß. "Ich merke, dass die Jungs unbedingt wollen. Wir müssen jetzt die Balance zwischen Abwehr und Offensive noch besser hinbekommen, daran arbeiten wir gerade. Ich merke aber, dass die Jungs wollen." Und mit einem fitten Cinar, der sich in Velbert gleich von seiner besten Seite zeigte, noch eine Option im Angriff mehr, auf die der RSV bauen kann.

Quelle: RP
 
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