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Lokalsport
04/19: Trainer verlangt mehr Konzentration

Ratingen. Zuletzt bemerkte Peter Radojewski beim Fußball-Oberligisten einen Schlendrian. Das soll gegen TuRu anders werden. Von André Schahidi

Vier Minuten können lang sein. Sehr lang. Eine gefühlte Ewigkeit. Zumindest für Peter Radojewski. Der Trainer des Fußball-Oberligisten hatte wegen eben genau vier Minuten schon vor dem Spiel seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende gegen den TV Jahn Hiesfeld einen ordentlich angeschwollenen Hals. "Normalerweise gehen wir um zwanzig nach auf den Platz, um uns warm zu machen", berichtet Radojewski. "Diesmal kamen die Jungs erst vier, fast fünf Minuten später. Das geht so nicht."

Das verschlafene Aufwärmtraining hätte sich, so Radojewski, Eins zu Eins im Spiel später fortgesetzt. "Wir haben die Anfangsphase komplett verschlafen - daraus resultierte auch das frühe Gegentor." Dass diese vier Minuten so einen Unterschied machen, erklärt sich Radojewski ganz einfach. Der Aufwärm-Ablauf der Mannschaft sei festgelegt. Und wenn Zeit fehlt, fehlen auch Übungen. "Da ist die Konzentration dann einfach nicht so da. Ich habe das noch vor dem Spiel angesprochen und in der Halbzeit auch." Und nach der Pause wurde es gegen Hiesfeld ja dann tatsächlich auch besser - von der durchwachsenen Chancenverwertung einmal abgesehen.

Der RSV-Trainer rechnet fest damit, dass seine Mannschaft am Sonntag nicht unpünktlich auf dem Feld erscheinen wird. Dann nämlich geht es gegen TuRu Düsseldorf - ein Gegner von doch etwas höherem Kaliber, als es die Dinslakener am vergangenen Wochenende waren. "TuRu hat sich mit Jungs wie Patrick Dertwinkel aus Hiesfeld oder Samuel-Marian Limbasan, der vom FC Kray kam, noch einmal mächtig verstärkt. Ich weiß, ich sage das ganz gerne, aber ich sehe TuRu als Favorit gegen uns. Das ist eine enorm starke Mannschaft."

Der Coach erwartet in Teil zwei der "Woche der Wahrheit", dass sich zeigen wird, ob seine Mannschaft das Zeug habe, in der Oberliga um die oberen Plätze mitzuspielen. "TuRu hat einen Punkt weniger als wir. Wenn wir gewinnen, sind wir oben mit dabei. Dann müssen wir auch Farbe bekennen und sagen: Ja, wir wollen oben mitspielen."

Radojewski ist sich sicher, Sonntag eine andere Mannschaft auf dem Platz zu sehen als in der Vorwoche. Nicht nur gedanklich - sondern vielleicht auch personell. Philipp Rößler, der so starke Rechtsverteidiger, fiel im Training diese Woche aufgrund einer Erkrankung aus. "Ich hoffe, dass er spielen kann", sagt Radojewski. "Falls nicht, kann Timo Krampe aber auch rechts hinten auflaufen." Dazu kommt Thomas Denker, dem die Leistenprobleme doch mehr zu schaffen machen. "Da müssen wir aufpassen", sagt Radojewski. Wie auch beim Blick auf die Uhr.

Quelle: RP
 
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