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04/19: Verlieren gegen Meerbusch verboten!

Lokalsport: 04/19: Verlieren gegen Meerbusch verboten!
Carlos Penan, Daniel Keita-Ruel und Stefan Rott (von links in weiß) ließen sich in der vergangenen Saison von Meerbusch so ziemlich den Schneid abkaufen. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Der Fußball-Oberligist braucht im Klassenkampf dringend einen Sieg. Der Gegner bringt allerdings viele "weiche" Qualitäten mit. Von André Schahidi

"Jungs gegen Männer" - unter diesem Motto stand das letzte Aufeinandertreffen zwischen Ratingen 04/19 und dem TSV Meerbusch in der vergangenen Saison. 0:3 verlor der RSV, damals noch unter Trainer Peter Radojewski, auf dem Kunstrasenplatz am Sportpark. Es ist aber nicht so, dass Meerbusch damals fußballerisch so viel besser war, nein. Der Gegner beherrschte die weichen Faktoren einfach besser: Das Team, ohnehin deutlich erfahrener und größer gewachsen als der Gegner, pöbelte, provozierte und lamentierte - angefangen mit dem Trainerduo Robert Palikuca und Olivier Caillas an der Seitenlinie - so gut, dass sich das junge Ratinger Team anstecken ließ. Und fortan weitgehend kopf- und erfolglos agierte.

Ein ähnlicher Fall wäre am Sonntag (15 Uhr) verheerend. Denn beide Teams stecken tief im Abstiegskampf der Oberliga. Und Ratingen benötigt dringend einen Sieg. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung vor Meerbusch - bei einem Erfolg wäre der TSV erst einmal abgeschlagen. "Eine ähnliche Situation hatten wir bereits vor einer Woche", sagt Trainer Karl Weiß. Da ging es gegen Jahn Hiesfeld. "Wir haben richtig gut gespielt, nichts zugelassen und trotzdem 0:1 verloren. Das darf uns nicht noch einmal passieren."

Karl Weiß hat den Gegner bereits ausführlich analysiert und ein paar Erkenntnisse mitgenommen. "Das Spiel auf Naturrasen könnte uns entgegenkommen, da Meerbusch auf Kunstrasen spielt", sagt der Coach. "Außerdem muss ich bei den großen, starken Spielern von denen auf leichte, wendige Jungs setzen." Nur: Davon gibt es gar nicht mehr so viele. Denn Sahin Ayas, Nico Wehner und Tim Manstein sind verletzt. Patrick Nemec und Tolga Erginer gesperrt. Letzterer fehlt aufgrund seiner Roten Karte gegen Hiesfeld gar zwei Wochen.

Es ist aber nicht so, dass die Meerbuscher über keinerlei fußballerische Qualitäten verfügen würden. Stürmer Christian Schmidt ist brandgefährlich. Und Brian Günther, liebevoll "Moppel" genannt, ist der schnellste Spieler der Oberliga. Schon beim 0:3 in der vergangenen Saison schenkte er Ratingen zwei Tore ein. Und beim 7:2 gegen Cronenberg, dem (man staune!) ersten Saisonsieg der Meerbuscher, traf er gleich dreifach, was den humorigen Liveticker-Autor glatt dazu verleitete, ein Denkmal für den 26-Jährigen zu fordern.

Sollte Günther auch in Ratingen treffen, werden die Rufe bestimmt lauter - doch das will Weiß verhindern. "Ich werde mit meinen Spielern die Besonderheiten der Meerbuscher genau besprechen", sagt der Trainer. "Wir müssen schnell und mit einem kühlen Kopf spielen. Wir dürfen dieses Spiel auf keinen Fall verlieren, dafür ist es einfach zu wichtig."

Quelle: RP
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