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04/19: Warum der Endspurt wichtig ist

Lokalsport: 04/19: Warum der Endspurt wichtig ist
Fatih Özbayrak (l.) sprintet zwei Gegenspielern davon - so soll es möglichst auch am Sonntag in Hilden passieren. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Zwei Spiele hat der Fußball-Oberligist noch vor der Brust - Platz sechs ist noch erreichbar. Sonntag geht's nach Hilden. Von André Schahidi

Karl Weiß ist dieser Tage nur so halbwegs gut gelaunt, wenn man ihn auf das Thema 04/19 anspricht. Zu sehr wurmt den Coach das Abschneiden des Fußball-Oberligisten in den vergangenen vier Spielen, in denen nur ein einziger Punkt geholt wurde. Und so rutschte der RSV auf Rang zehn - und in der Rückrundentabelle vom zweiten auf den achten Platz.

"Klar ist, dass ich mir einen anderen Ausklang wünsche", sagt Trainer Karl Weiß. Und der ist durchaus noch möglich in den beiden abschließenden Spielen beim VfB Hilden (Sonntag, 15 Uhr) und gegen Krefeld-Fischeln (28. Mai, 15 Uhr). Denn der RSV kann in der Tabelle noch auf den vorzeigbaren sechsten Rang rücken. Das wird jedoch schwer, da zwei vor ihm platzierte Teams (Hiesfeld und Homberg) noch aufeinander treffen. Doch auch Rang sieben, der aktuell vom VfB Hilden belegt wird, ist noch in Reichweite.

Voraussetzung dafür wäre ein Sieg in Hilden. Dann nämlich wäre Ratingen schon punktgleich mit dem Konkurrenten, für den die Saison allerdings beendet ist: Gestern sagte der VfB das Heimspiel am letzten Spieltag gegen den Meister KFC Uerdingen ab. Finanzielle Gründe seien ausschlaggebend, ein Spiel gegen Uerdingen kostet aufgrund der hohen Sicherheitsauflagen oft mehr, als es einbringt. Und so gehen die drei Punkte nach Krefeld. Selbiges gilt auch für den SC West, der eigentlich am Sonntag gegen den Meister antreten müsste.

Sportlich ist das Verhalten der Hildener und Oberkasseler fragwürdig - sieht doch ein gerechter Wettbewerb eben auch das Antreten zu Spielen vor. 04/19 könnte es dabei immerhin helfen, in der Tabelle noch nach oben zu rücken. Die Weiß-Mannschaft (45 Punkte) hat eben noch zwei Partien zu absolvieren, Hilden (48) und West (46) haben nur noch je eine Partie vor der Brust.

Ein Sprung zumindest in die "obere Hälfte" der Tabelle wäre wichtig. Zu lange krebste 04/19 in dieser Spielzeit an den Abstiegsrängen herum, zu sehr galt die Spielzeit durch den schlechten Start - und trotz des überragenden Zwischenspurts der Mannschaft - als insgesamt verkorkst. Der aktuelle Rang zehn würde dieses Bild bestätigen, doch es würde der Saison nur bedingt gerecht werden.

Und dann gibt es weitere "weiche" Faktoren. Bei Gesprächen mit neuen Spielern zum Beispiel. Wenn es darum geht, Zuschauer oder Sponsoren für die neue Saison zu gewinnen. Jeder möchte lieber attraktiven, erfolgreichen Fußball sehen - und nicht unbedingt einen vermeintlichen Abstiegskandidaten.

Und weil der Großteil des Kaders zusammenbleibt, geht es zu guter Letzt auch noch um das Gefühl: Geht man mit Erfolgserlebnissen in die Sommerpause? Oder trudelt die Saison eher schleppend dem Ende entgegen? Die Spieler von 04/19 haben es selber in der Hand, dafür zu sorgen, dass die Saison als eine insgesamt positive in die Geschichtsbücher des Vereins eingeht. Was sie dafür brauchen? Am Besten zwei Siege - angefangen am Sonntag gegen den VfB Hilden.

Quelle: RP
 
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