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04/19 wirkt noch nicht bereit für den Start

Lokalsport: 04/19 wirkt noch nicht bereit für den Start
Erkan Ari (l.) ist am Boden - und das Spiel insgesamt sehr zerfahren. Auf 04/19 und Dustin Hoffmann (r.) wartet noch viel Arbeit vor dem Start. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Im Testspiel gegen den Landesligisten Kray (1:1) blieb der Fußball-Oberligist spielerisch erneut vieles schuldig. Von André Schahidi

18 Minuten dauerte der erste Auftritt von Emrah Cinar im Trikot von Ratingen 04/19 nach seiner etwas längeren Verletzungspause in der Vorbereitung. Dann griff sich der Stürmer in der 63. Minute des Testspiels gegen den FC Kray an den Oberschenkel. Die gleiche Stelle, womöglich wieder eine Verletzung. Entsprechend geknickt wirkte der Angreifer nach der Partie, als er, dick bandagiert, in die Kabine schlurfte. Hinzu kam noch ein überschaubares Niveau der ganzen mannschaft im Test gegen den Essener Landesligisten: 1:1 stand es am Ende - und das nicht einmal unverdient.

"Das mit Emrah ist wirklich bitter", sagte Trainer Karl Weiß nach dem Schlusspfiff. "Er wollte unbedingt spielen, es sah im Training auch ganz gut aus. Schade, das ist jetzt leider nicht zu ändern." Schade war vor allem, dass Weiß nach Cinars Verletzung nicht einen einzigen richtigen Offensivspieler mehr auf dem Platz hatte - und die letzte halbe Stunde des Tests so fast zum Muster ohne Wert wurde.

Allerdings erspielte sich der RSV auch in der Stunde zuvor kaum Chancen. Nach einer knappen halben Stunde prüfte Ismail Cakici den Kray-Schlussmann mit einem Roller, in der 33. Minute war es Carlos Penan - Ratingens Bester - der das 1:0 nach einer schönen Kombination erzielte. Es war allerdings die einzig Sehenswerte an diesem Nachmittag. "Nach vorne war das sehr überschaubar", sagte Trainer Weiß - so wie in den Testspielen zuvor bislang auch. Gegen Kray kann durchaus als Entschuldigung gelten, dass die Mannschaft vormittags noch zwei Stunden trainierte, nichtsdestotrotz wirkt 04/19 von einer Frühform aktuell noch meilenweit entfernt. Wie schon in den Testspielen zuvor wirkte das Offensiv- und Zusammenspiel bei den Ratingern behäbig und wenig ausgegoren.

In der Abwehr stand der RSV über weite Strecken sicher - doch ausgerechnet der Ausgleich, den Dennis Raschka erst im zweiten Nachschuss kassieren musste, wirkte ein wenig wie Slapstick - fast ungehindert von der Abwehr durften die Essener dreimal anlegen. "Das kann nicht sein", sagte Raschka genervt. "Schon der erste Schuss darf niemals durchkommen, weil wir den Ball vorher klären müssen. Aber noch zwei Nachschüsse sind zu viel."

So wartet noch viel Arbeit auf die Ratinger. "Ich bin aber optimistisch, dass wir das hinkriegen", sagte Erkan Ari, der gegen Kray zeitweise fast als zweite Spitze fungierte. "Wir haben noch zwei Wochen bis zum ersten Liga-Spiel. In Monheim wird man schon sehen, was wir können."

Dazwischen kommt jedoch noch mindestens ein weiteres Spiel: Nächstes Wochenende geht im Pokal gegen den ambitionierten Bezirksligisten Uedesheim. "Da müssen wir ohne Wenn und Aber weiterkommen", betont Weiß. "Da gibt es nichts zu diskutieren." Der Trainer schob den Auftritt seiner Mannschaft vor allem auf das harte Pensum der vergangenen Wochen. "Wir hatten 20 Einheiten in vier Wochen", sagte er. "Wir werden in der kommenden Woche runterfahren, damit die Spieler ihre Frische wiederbekommen. Einige Spieler sind jetzt gerade in ihrem Konditions-Loch. Aber ich bin mir sicher, dass man schon gegen Uedesheim und allerspätestens gegen Monheim die Fortschritte sehen wird."

Quelle: RP
 
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