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Lokalsport
04/19 zeigt kämpferische Leistung gegen TuRU

Ratingen. Das 2:2 beim Tabellendritten geht völlig in Ordnung. Adnan Hotic und Carlos Penan schießen die Tore. Von Manfred Johann

Die Zufriedenheit bei Trainer Peter Radojewski konnte man nach den spannenden 90 Minuten des Fußball-Oberligaspiels seiner Ratinger beim Drittplatzierten TuRU Düsseldorf deutlich sehen. Zufrieden war der nach zuletzt mäßigen Ergebnissen unter Druck stehende Radojewski nach dem 2:2 gleich mit mehreren Dingen: "Einmal bin ich mit dem einen Punkt, den wir bei einem Spitzenteam der Liga mitnehmen können, völlig einverstanden", sagte er nach dem Abpfiff. Fast noch etwas größer schien seine Freude über die Leistung zu sein, die die Blau-Gelben zuvor gezeigt hatten. "Meine Mannschaft hat den Abstiegskampf angenommen, hat eine vorbildliche kämpferische Einstellung bewiesen und den Sinkflug gestoppt", befand er.

Diese Einschätzung entsprach auch der Meinung aller Beobachter dieser Partie. Exemplarisch für den unbedingten Willen der Ratinger, nicht mit leeren Händen nach Hause fahren zu müssen, war das Spiel der drei Rückkehrer im Team. Kapitän Thomas Denker, Phil Spillmann und Adnan Hotic kämpften um jeden Ball und brachten zusätzlich auch noch Struktur ins Spiel der Germania. Ken Wunder, dass sich ihr Einsatz beim ersten Tor der Begegnung schnell auszahlte. Nach knapp einer halben Stunde hatte der aufgerückte Defensivakteur Hotic sein gutes Kopfballspiel demonstriert, als er einen Eckball von Denker wuchtig zum Führungstor verwandeln konnte. Die verdiente Führung zur Pause geriet nach dem Seitenwechsel schnell in Gefahr. "Da waren wir irgendwie ein paar Minuten lang auf einmal zu passiv", sagte Radojewski. Die Hausherren nutzten das und bekamen mehr Ballanteile. Bei einer hohen Hereingabe in den Strafraum kümmerte sich niemand in der Abwehr so recht um Düsseldorfs Samuel Limbasan, dessen Kopfball-Verlängerung für Torhüter Dennis Raschka unhaltbar das 1:1 brachte (52.).

"Endlich sind wir danach nicht wie schon viel zu oft in dieser Saison auseinandergefallen", betonte Radojeski später. Fünf Minuten später hätte Timo Krampe Ratingen bereits wieder in Führung bringen können. Allein mit dem Ball am Fuß eilte er auf TuRU-Schlussmann Björn Nowicki zu. Mit seinem Flachschuss scheiterte er aus zehn Metern aber am ausgestreckten linken Bein des Düsseldorfer Torhüters. Kurz danach folgte der zweite Rückschlag. Die 04/19-Abwehr war wieder zu langsam, so dass der Japaner Nozomu Nonaka aus kurzer Distanz das 2:1 für Turu glückte.

Aber die Ratinger Spieler bewiesen da, dass sie unbedingt wenigstens einen Punkt mitnehmen wollten. Der starke Daniel Keita-Ruel versetzte fast auf der Toraus-Linie seinen Gegenspieler und flankte auf den langen Pfosten. Dort schraubte sich der nicht als Kopfball-Riese bekannte Carlos Penan in die Höhe und beförderte den Ball mit dem Kopf zum Ausgleich ins Netz. Bezeichnend für den kämpferischen Auftritt des RSV, dass mit Keita-Ruel und Hotic zwei ihrer Besten in der Schlussphase mit Krämpfen ausgewechselt werden mussten. Bereits Montag geht es mit einem Derby weiter: Um 15 Uhr kommt der VfB Hilden an den Götschenbeck.

04/19: Raschka - Denker, Spillmann, Teichmöller, Penan, Keita-Ruel (82. Wollert), Özbayrak (26. Keser), Krampe, Dombayci, Hotic (75. Rymarczyk), Erginer. - Tore: 0:1 Hotic (28.), 1:1 Limbasan (52.), 2:1 Nonaka (60.), 2:2 Penan (62.).

Quelle: RP
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