| 00.00 Uhr

Lokalsport
2:3 -die SSVg verliert auch gegen Wülfrath

Heiligenhaus. Heiligenhaus befindet sich im Tief, hat nur einen Punkt aus den jüngsten vier Spielen geholt. Die Treffer erzielten Schu und Rexhaj. Von Werner Möller

Ob dem FC Wülfrath der 3:2-Auswärtssieg im Nachbarschaftsderby bei der SSVg Heiligenhaus noch nutzt, ist überaus fraglich. Denn auch der mitgefährdete FC Remscheid hat gewonnen (2:1 in Sterkrade) und geht nun mit zwei Punkten Vorsprung am kommenden Sonntag in die letzte Landesliga-Runde.

Der Viertletzte bestreitet ein Relegationsspiel, und alles deutet darauf hin, dass es die Remscheider bestreiten. Die Wülfrather haben am Sonntag Heimrecht gegen den TSV Ronsdorf.

Die SSVg Heiligenhaus ist kommenden Sonntag beim Saisonausklang in Remscheid zu Gast und damit erneut Zünglein an der Waage im Abstiegskampf. Sie holte aus ihren jüngsten vier Spielen aber nur einen Punkt, hinzu kommt das Pokaldebakel in Cronenberg.

Das passt der sportlichen Führung überhaupt nicht. Trainer Deniz Top: "Die letzten Resultate ärgern mich grenzenlos. Aber nun, gegen Wülfrath, da muss ich meine Mannschaft in Schutz nehmen. Wir waren eigentlich zu jedem Zeitpunkt überlegen, haben eine richtig gute erste halbe Stunde hingelegt - aber wie das im Fußball nun einmal so ist, Wülfrath eroberte die Punkte, und nur das zählt." Ähnlich beurteilt Betreuer Daniel Botteon dieses Match: "Es lief einiges unglücklich. So der Weitschuss zum 1:3. Inan Karatas, unser Keeper, ist noch sehr jung. In ein oder zwei Jahren, da bin ich fest überzeugt, da hält der diese Bälle ganz locker." Aber diesmal zappelte die von Wilfried Taki getretene Kugel hinter ihm im Netz zur Entscheidung. Den Hausherren gelang vor 80 Zuschauern nur noch der 2:3-Anschlusstreffer durch einen von Gizm Rexhaj sicher verwandelten Elfmeter.

Es tat sich einiges in den vergangenen Tagen an der Talburgstraße. Top: "Wir verlieren leider drei Aufstiegshelden. Das schmerzt. Wir haben uns alle Mühe gegeben, sie zu halten, es ging aber nicht." Den Verein verlassen werden Christos Karakitsos (zum FC Wülfrath) sowie Hakan Yalcinkaja und Henning Kawohl (beide nach mettmann). Die beiden Letztgenannten haben viele Jahre an der Talburgstraße gespielt. Sie glauben nun, unbedingt noch einmal wechseln zu müssen. Luftveränderung kann man auch dazu sagen.

Man war bei der SSVg freilich nicht untätig. So kommt der 25 Jahre alte Ivan Simic vom FC Wülfrath, der gestern das 1:0 der Gäste erzielte. Da konnten die Blau-Roten erkennen, welch starken Offensivakteur sie verpflichtet haben. Der 25-Jährige spielte nämlich, bevor er traf, drei Heiligenhauser schwindelig. Dann kommen zwei Akteure dazu, die in Heiligenhaus wohnen und aus der eigenen Jugend stammen: Muhammed Bayrak (25) und Enez Aktac (23). Top: "Das ist uns überaus wichtig - Heiligenhauser Fußballer müssen bei der SSVg ran und jederzeit gefördert werden." Dann stellt der 31 Jahre alte Lintorfer klar, dass die Planungen bezüglich neuer Spieler noch längst nicht abgeschlossen sind. "Nächste Woche wissen wir mehr. Wir wollen uns punktuell verstärken. Und da sind wir wirklich auf einem guten Weg."

Bleibt noch zu hoffen, dass in Remscheid noch einmal eine gute Leistung geboten wird. Diese ärgerliche Negativ-Serie sollten die Heiligenhauser keinesfalls so stehen lassen.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: 2:3 -die SSVg verliert auch gegen Wülfrath


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.