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Lokalsport
24-Jähriger ist neuer Vorsitzender bei RWL

Lintorf. Zehn Jahre stand Harry Frielingsdorf an der Spitze von Rot-Weiß Lintorf, jetzt war es ihm genug. Das hatte er allerdings frühzeitig bekannt gegeben und so war das RWL-Clubhaus bei der Jahreshauptversammlung mit 60 Personen bestens gefüllt. Zumal auch der weitere Vorstand nicht mehr kandidieren wollte. Wie geht es weiter an der Jahnstraße? Das elektrisierte die Mitglieder. Denn auch die weiteren Vorstandsmitglieder Karl-Heinz Schöll, Manager Daniel Ringel und Burkhardt von Röpenack, ebenfalls alle viele Jahre im Amt, waren inzwischen amtsmüde.

Frielingsdorf hatte aber vorgesorgt. "Wir konnten junge Leute für die neue Vorstandsarbeit begeistern", sagte der 58 Jahre alte Chef eines Lintorfer Fahrunternehmens. "Wir alle bleiben vorerst dabei, werden immer zur Stelle sein, wenn wir benötigt werden." So sah es auch Daniel Ringel: "25 Jahre bin ich fast täglich in Sachen Fußball unterwegs. Ich muss mal einige Zeit durchatmen. Dann sehen wir mal weiter." Und es geht weiter an der Jahnstraße. Neuer Vorsitzender ist der 24 Jahre alte Christian Schmitt. Der studierte Sportmanager ist seit 1999 RWL-Mitglied, er war bisher hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. Zwei Jahre konnte er in Sachen Fußball als Volontär bei Bayern München Erfahrungen sammeln, wie ein Fußballverein geleitet wird.

Ihm als Stellvertreter steht der 60 Jahre alte Klaus Brügel zur Seite. Ebenfalls ein Ur-Lintorfer, den jeder im Stadtteil bestens kennt. Der verheiratete Familienvater (zwei Kinder) führt seit 1992 die Jugend des Vereins. Gerd Krüger ist jetzt Schatzmeister, 20 Jahre im Verein, bisher ebenfalls in der Jugendabteilung tätig und neuer Geschäftsführer Gerd Stab (37). Robert Zimmer (45) ist sein Stellvertreter. Auch sie kommen aus der Jugendabteilung. Als Obmann konnten die Lintorfer mit Serrafetin Kaya (39) einen Hochkaräter mit Trainerlizenz verpflichten. Er bleibt Co-Trainer von Chefcoach Michel Hagenacker. Kaya spielte einst selbst in der RWL-Jugend und sein Sohn nun bei den B-Junioren.

"Der Verein ist finanziell kerngesund", sagt Ex-Boss Frielingsdorf, und Klaus Brügel erklärte: "Im neuen Vorstand gibt es nur Leute, die was vom Fußball und der Vereinsführung verstehen. Da haben wir größten Wert drauf gelegt." RWL hat 550 Mitglieder und 22 Jugendmannschaften.

(wm)
 
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