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Eishockey
Aliens genießen die Rolle des Top-Teams

Eishockey: Aliens genießen die Rolle des Top-Teams
Bislang gibt es in dieser Spielzeit ziemlich viel zu jubeln - wie hier nach dem 1:0 gegen Dinslaken. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Nach langen harten Jahren grüßt der Eishockey-Viertligist von der Tabellenspitze. Nun fehlen noch die Zuschauer. Von Patrick Schlos

Vom Sorgenkind zum Klassenprimus - so könnte man den Wandel der Ratinger Ice Aliens derzeit treffend beschreiben. Waren die Außerirdischen im vergangenen Jahr noch chancenlos in der ehemaligen Oberliga West gegen die finanzstarken Klubs aus Duisburg oder Essen, sind sie nach sechs Spielen in der 1. Liga West nun ungeschlagener Tabellenführer. Am Freitagabend (20 Uhr, Am Sandbach) empfangen die Ice Aliens nun ihren stärksten Verfolger, die zweitplatzierten Eisadler aus Dortmund.

Natürlich hat sich durch den Wegfall der Top-Teams das Niveau der Liga verändert. Trotzdem sieht Alexander Jacobs die Entscheidung für eine Teilnahme an der erst neu gegründeten 1. Liga West nicht als Fehler: "Für die Fans, aber auch für die Spieler ist die Liga eigentlich viel attraktiver", sagt der Trainer. Das Gefühl, in der neuen Spielklasse eine gewichtige Rolle zu spielen, motiviere seine Mannschaft noch zusätzlich. "Natürlich ist es ein Unterschied, ob ich nach Duisburg fahre und weiß, dass ich dort in zehn Spielen maximal einmal gewinne oder ob ich Tabellenführer bin", sagt der Eishockeylehrer.

Seiner Mannschaft macht der Trainer ein großes Kompliment: "Die Jungs arbeiten hart und zeigen viel Einsatz". Jacobs' Lob gilt zudem eindeutig dem Vorstand: "Vor der Saison wurde vieles richtig gemacht. Bei den Transfers hatte die Vereinsführung ein sehr gutes Händchen", sagt der Niederländer. Die Verpflichtungen von Routinier Milan Vanek, aber auch vom jungen, dennoch bereits sehr erfahrenen Dennis Fischbuch, hätten die Mannschaft qualitativ weitergebracht. "Die jüngeren oder auch weniger erfahrenen Spieler gucken sich natürlich viel ab und übernehmen einiges."

Das würde sich vor allem im Abschluss bemerkbar machen: "Jungs wie Milan wissen einfach, wo sie stehen müssen." Obwohl derzeit alles nach einer erfolgreichen Saison aussieht, wird der Einzug ins Finale im nächsten Frühjahr kein Selbstläufer, warnt Alexander Jacobs: "Wir haben mit Dortmund, aber auch mit Dinslaken starke Konkurrenten. Und am Ende kommt es nur darauf an, im Endspurt der Saison noch genauso gut wie jetzt dazustehen." Dafür sieht er seine Mannschaft in der Pflicht: "Ich sehe, dass wir noch nicht am Limit spielen. Hier ist jeder Spieler gefragt, im Laufe der Saison alles rauszuholen."

Potenzial sieht Jacobs gleichzeitig noch auf den Rängen der Eissporthalle am Sandbach: "Wir haben schon viele tolle Fans, die uns unterstützen. Trotzdem würden wir uns wünschen, dass noch mehr Leute, vor allem von früher, wieder zu den Aliens kommen. Die Mannschaft hat es einfach verdient", sagt Jacobs. Wie oft sieht man am Sandbach schon einen Spitzenreiter.

Quelle: RP
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