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Lokalsport
Aliens-Trio steht erstmals gegen die Heimat Köln auf dem Eis

Ratingen. Lucas, Maurice und Jacques sind vom Kölner EC im Sommer nach Ratingen gewechselt. Samstag geht es gegen den alten Klub. Von Nils Jewko

Sie sind in Köln geboren, lernten im Nachwuchs des Kölner EC das Schlittschuhlaufen sowie den Umgang mit Schläger und Puck und die Domstadt ist nach wie vor ihr Lebensmittelpunkt. Für Lucas Becker aus beruflichen Gründen, während seine jüngeren Brüder Maurice und Jacques noch die Schulbank drücken. Wenn es das Trio aber auf das Eis zieht, muss neuerdings gependelt werden - ins rund 60 Kilometer entfernte, vergleichsweise beschauliche Ratingen. Seit dieser Saison stehen die Beckers bei den Ratinger Ice Aliens unter Vertrag und haben ihren Teil zum guten Saisonstart des Eishockey-Viertligisten beigetragen.

Einen bremste es zuletzt allerdings gezwungenermaßen aus. Zunächst erhielt Lucas Becker im zweiten Spiel beim EC Bergisch Land eine Matchstrafe und nach seiner abgesessenen Sperre war der Verteidiger wegen eines Blutergusses am Schienbein zum Zuschauen verdammt. "Ich stehe wieder auf dem Eis und sollte am Samstag spielen können", blickt der 21-Jährige voraus. Es wäre für ihn eine Rückkehr zum perfekten Zeitpunkt. Schließlich treten die Ice Aliens morgen (19 Uhr) beim Kölner EC 1b an - dem Heimatverein des Becker-Trios.

"Zum ersten Mal spiele ich nicht für, sondern gegen Köln. Man wird definitiv ein paar alte Bekannte wiedersehen", sagt Lucas Becker. Einen ersten Eindruck von seinen ehemaligen Teamkollegen holte er sich bereits vor sechs Tagen. Beim Heimspiel der Kölner gegen die Dinslakener Kobras mischte sich Becker unter die Zuschauer und sah einen knappen Sieg der Gäste nach Penaltyschießen. "Dinslaken war mit einem kleinen Kader angereist. Wenn sie komplett gewesen wären, hätten sie das Spiel deutlich gewonnen", resümiert er seine Beobachtungen.

Ein Erfolg gegen den Tabellenvorletzten aus der Domstadt ist nach dem bisherigen Saisonverlauf beider Teams auch eine Pflichtaufgabe für die Ice Aliens, die als ungeschlagener Ligaprimus zu den noch sieglosen Kölnern reisen. "Wir werden trotzdem hart arbeiten müssen. Unsere Fehler in der Defensive müssen wir weiter reduzieren und vorne unsere Chancen besser nutzen", erklärt Lucas Becker, der die momentane Situation in Ratingen dennoch genießt. "Aktuell läuft alles nach Plan. Wir arbeiten gut zusammen, verstehen und helfen uns untereinander."

Bei seiner letzten Station hatte der älteste der drei Brüder hingegen weniger Glück. In Neuwied litt Lucas Beckers Leistung in der Berufsschule so sehr unter dem Eishockey, dass Becker sich für eine Rückkehr nach Köln entschied. An den Ort, wo er morgen mit den Ratinger Ice Aliens den sechsten Sieg im sechsten Spiel einfahren will.

Quelle: RP
 
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