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Lokalsport
Angermund entführt Sieg aus Mettmann

Mettmann. An einem besonderen Tag für Torhüter Jakubiak gewinnt der Oberligist 25:24 (9:9). Von Erdinc Özcan-Schulz

Für Angermunds Torhüter Matthias Jakubiak ging mit dem Abpfiff des Lokal-Derbys ein besonderes Spiel zu Ende. Der Angermunder Keeper zog sich in den letzten Jahren bei zwei Einsätzen in der Herrenhauser Halle jeweils einen Kreuzbandriss zu. "Das hat mich echt belastet. Gerade am Anfang bekam ich den Kopf kaum frei", bewertete der Schlussmann im Nachgang seine eigene Leistung. Dabei verschwieg er bescheiden, dass er gegen Ende der Begegnung mit seinen Paraden entscheidenden Anteil daran hatte, den Hausherren mit 25:24 (9:9) die erste Saisonniederlage zuzufügen.

"Das Spiel hätte heute durchaus unentschieden oder mit einem Sieg für Mettmann enden können", sprach ein überglücklicher TVA-Trainer Ulrich Richter von einem knappen Spiel. "Der Sieg ist für Angermund aber auch verdient", zeigte sich Mettmann-Coach Jürgen Tiedermann als fairer Verlierer. Der erfahrene Fachmann kokettierte nicht mit der Ausrede, wie viele seiner Spieler ausfielen oder hätten nicht spielen dürfen. Über die gesamte Spielzeit passten die Absprachen im Mettmanner Deckungsformation nicht. Immer wieder bekam Angermunds wieselflinker Niko Merten am Kreis den Ball und ließ den gut agierenden Matthias Piecuch und später auch Kamil Bily bei seinen sieben Treffern keine Chance. Trotzdem blieb die Begegnung ausgeglichen.

Im zweiten Durchgang kam Angermund zunächst besser auf Touren und zog auf 12:15 (36.) davon. Mettmann zeigte, dass es die Partie nicht einfach ab schenken wollte und kämpfte sich wieder auf 17:17 (46.) heran. Glück hatten die Gäste sicherlich in der gleichen Minute, dass der Schiedsrichter, auf dem Weg zur Bestrafung des meckernden Florian Hasselbach nur dem ebenfalls meckernden Jakubiak zwei Minuten gab und Hasselbach auf der Platte ließ. Denn sicher wäre Mettmann gegen vier Angermunder weiter davon gezogen als auf 19:17 (47.). Konnte Hasselbach in den zwei Minuten doch einige Freiwürfe herausholen und die ME-Sport-Deckung an sich binden. Dafür klappte bei Mettmann-Sport danach nicht mehr viel. Besonders Tim Wittenberg hatte nach dem 21:21 (56.) Stunden vor seinem 25. Geburtstag das Pech an seinen Händen kleben. Martin Gensch dagegen, neben Jakubiak Mann des Spiels, suchte mit klugen Auslösehandlungen, wo er entweder selbst zum Abschluss kam, oder Merten fand, die Entscheidung. Und konnte diese spätestens beim 21:24 bejubeln. Daran änderten auch Wittenbergs drei Treffer am Ende nichts mehr.

TVA: Jakubiak, Kalveram- Burns, Merten(7), Axning, Ilgen, Gensch(10/3), Mentzen(1), Hasselbach(6), Paukert, Brümmer, Töpfer(1), Thanscheidt

Quelle: RP
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