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Lokalsport
Angermund siegt und steigt sicher auf

Angermund. Der TVA schlägt Wülfrath im Derby 30:22 und darf in der kommenden Saison Oberliga spielen. Von Werner Möller

Wenn Wolfgang Richter etwas ins Mikrophon brüllt, dann bebt die Halle. Der Handball-Chef des TV Angermund, ein Brecher und Hallensprecher des Handball-Verbandsligisten, feuerte nicht nur seine Mannschaft unentwegt an beim 30:22-Heimsieg über den TB Wülfrath, er verkündete zudem nach dem Abpfiff lauthals: "Das ist der Aufstieg in die neue Oberliga! Und jetzt gibt es Freibier!"

Jubel ohne Grenzen. Platz fünf ist dem Traditionsverein nicht mehr zu nehmen, egal wie das Abschlussmatch kommenden Samstag beim LTV Wuppertal ausgeht. Der TB Wülfrath bringt immer viele Fans mit, vor allem stimmgewaltige mit Trommeln, Tanz und lautem Gesang. Sie unterstützten ihre leicht unterlegene Mannschaft 60 Minuten lang. Nun, nach der Durchsage von Wolfgang Richter, hatten auch sie ihren Spaß.

Uli Richter ist nun der Aufstiegstrainer. Er meinte im Trubel seiner Schützlinge: "Wülfrath machte es uns nicht einfach. Wir hatten aber von hinten heraus, vor allem in der Endphase, erheblich mehr zuzusetzen. Und jetzt sind wir glücklich. Es war eine großartige Saison. Hätte mir jemand vorher gesagt, wir würden Siebter, ich hätte glatt unterschrieben. Aber jetzt Platz fünf, das ist einfach klasse."

In der ersten Viertelstunde waren die Wülfrather, die gerne etwas mitgenommen hätten, durchaus ebenbürtig. Vor allem dessen starker Torwart Christoph Engler brachte die Hausherren, allen voran Björn Thanscheidt, immer wieder zur Verzweiflung. Auch bis zur 20. Minute, bei 9:9, waren die Gäste dran. Da stöhnte Wolfgang Richter: "So stark hatte ich die Wülfrather nicht erwartet."

Nach 44 Minuten setzte sich der TVA 18:13 ab und alles war entschieden. Die Gäste konnten dieses hohe Tempo nicht mithalten. Zumal Uli Richter mitten im Durchgang eins bei 5:7-Rückstand seinen Torjäger Florian Hasselbach im Rückraum einsetzte. Seine ersten drei Würfe zappelten alle im Netz. Ganz stark war wie immer Lars Brümmer, der Abwehrchef. Auch Martin Gensch muss eine glänzende Vorstellung bescheinigt werden, hinten und vorne, ihm wurde zudem keine Pause eingeräumt.

TVA: Jakubiak, Kalveram - Björn Thanscheid 1, Gensch 10/3, Winter 3, Oliver Mentzen 2, Axning 2, Nils Thanscheidt, Brümmer 3, Paukert, Hasselbach 4, Felix Merten 5. Zuschauer: 130.

Quelle: RP
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