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Lokalsport
Angermund versucht die Kreisliga-Rettung

Angermund. Im vergangenen Sommer stand der Fußball in Angermund ganz dicht vor dem Aus. Die sieglos aus der Kreisliga A abgestiegene Mannschaft meldete sich nahezu komplett ab und der langjährige Chef Reiner Stobutzki, der am Freiheitshagen praktisch alles allein bewegte, trat aus gesundheitlichen Gründen zurück. Wie sollte da noch etwas funktionieren?

Es gibt aber Idealisten. So einer ist Peter Jost, 56 Jahre alt, Finanzbeamter. Er trainierte beim TVA die zweite Mannschaft, Kreisliga C. Er krempelte kurz vor dem Saisonstart die Ärmel hoch, hielt seine Reserve-Spieler an Bord und holte sich den zehn Jahre älteren Udo Hahnel als Co-Trainer dazu. Und nun wird alles versucht, die Liga zu halten. Das sah zwischenzeitlich sogar ordentlich aus mit Platz 14, aber zuletzt beim Jahresausklang gab es zwei Niederlagen.

Und so geht die Zitterpartie vom drittletzten Tabellenplatz aus weiter. "Wenn wir drin bleiben, dann ist uns wirklich Großartiges gelungen", sagt Jost. "Immerhin konnten wir die Mannschaft in allen Bereichen verbessern. Das lässt doch hoffen für die Rückrunde. Wir sind der Underdog." Nun ist auch sein Sohn Pascal wieder dabei. Sechs Spiele konnte der 22-Jährige nach ewig langer Verletzungspause nur bestreiten und schoss dabei vier Tore. Denn gerade im Angriff hapert es. 14 Tore insgesamt in 16 Spielen, damit ist es ganz schwer, den Abstieg abzuwenden. Aber die Abwehr steht nun ordentlich, der Ur-Angermunder Sven van der Pas (34) ist nicht mehr die Nummer eins. Meist steht der zwölf Jahre jüngere Yannick Retzlaff zwischen den Pfosten. Aber van der Pas, der bei Bedarf im Verein auch im Handballtor steht, kann auch gut im Feld mitspielen.

(wm)
 
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