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Auf 04/19 wartet noch viel Arbeit

Lokalsport: Auf 04/19 wartet noch viel Arbeit
FOTO: Blazy Achim
Ratingen. Der Fußball-Oberligist verliert 0:3 gegen Schalke II. Viele Spieler fehlen noch - viele Automatismen auch. Der Trainer ist positiv gestimmt. Von André Schahidi

Der Blick auf die Tribüne sagt so ziemlich alles. Fatih Özbayrak sitzt da, Tolga Erginer, Benjamin Teichmöller und Stefan Rott auch. Ein paar Meter weiter kommt einem Timo Krampe entgegen, gefolgt von Sahin Ayas. Alles Spieler von Ratingen 04/19 - und beim Spiel des Fußball-Oberligisten gegen die Zweitvertretung des FC Schalke 04 sind sie alle in zivil im Stadion. Ohne viele Stamm- und mit vielen Test-Kräften ist der RSV gegen den Regionalligisten weitgehend ohne Chance und verliert 0:3 (0:2).

"Das ist natürlich schwierig. Uns fehlen sieben bis acht Spieler, die Gäste, die vorspielen durften, wollten sich unbedingt zeigen. Dennoch habe ich gerade in der ersten Hälfte ein paar positive Dinge gesehen", meinte Trainer Peter Radojewski hinterher. In den ersten 15 Minuten zum Beispiel, als Zugang Marvin Ellmann zwei gute Gelegenheiten hatte, diese aber vergab. Im Gegenzug fiel das 0:1. Den ersten Versuch hielt Torhüter Dennis Raschka noch vorzüglich, beim Nachschuss war er chancenlos. Wenige Minuten später fiel das 0:2.

Dabei agierte 04/19 trotz völlig mangelhafter Eingespieltheit gar nicht so schlecht. Die Testspieler zeigten durchaus anständige Leistungen: Lutz Radojewski, Neffe des Trainers und ehemaliger Regionalliga-Spieler, machte im Mittelfeld eine solide Figur, genau wie der Ex-Krayer Marvin Grunemann, der vor allem mit dem Ball am Fuß sehr solide spielte. Jong in Park, ein junger Spieler aus Südkorea, spielte sehr hektisch und verlor viele Bälle - deutete allerdings auch gute Pässe und viel Schnelligkeit an. "Natürlich haben wir viele Fehler gemacht", sagt Radojewski, Vor dem zweiten Tor war es Park, der einen zu risikoreichen Ball spielte, vor dem dritten Gegentreffer nach der Pause, als Joseph Boyamba allein auf Raschka zulaufen durfte, machte Lutz Radojewski den Fehler. "Sowas passiert natürlich", sagt der Trainer. "Das ist noch nicht dramatisch, aber wir müssen die Fehler im weiteren Verlauf abstellen."

Eines ist klar: 04/19 ist momentan weiter als noch zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison, als der Oberligist in Tiefenbroich und mit einem ganzen Haufen A-Jugendlichen trainieren musste. Klar ist aber auch, dass Karl Weiß, der Sportliche Leiter, noch ein bisschen Arbeit vor sich hat. Denn in der Innenverteidigung und auf den offensiven Außenbahnen besteht noch großer Bedarf. Der Kader ist - auch ohne die vielen Abwesenden - einfach zu dünn. Vor allem in der Abwehr merkt man, dass in Hotic und Spillmann (der aktuell im Urlaub weilt) nur zwei gestandene Innenverteidiger da sind. Ole Päffgen zeigt zwar gute Ansätze, "man kann aber von einem, der gerade aus der A-Jugend-Bundesliga kommt, nicht erwarten, dass er eine Defensive trägt", sagt Radojewski. "Ole muss sich erstmal freischwimmen." Das gilt auch für den Rest der Truppe.

In den nächsten Tagen sollen einige der Verletzten wiederkommen - sie können dann helfen, das Niveau der Mannschaft anzuheben. So oder so ist klar: Auf 04/19 und Trainer Radojewski wartet noch eine Menge Arbeit.

Quelle: RP
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