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Aufpassen, SG: Ostfriesen sind kampfstark

Lokalsport: Aufpassen, SG: Ostfriesen sind kampfstark
Druckmittel: Sollte Arthur Giela mit von der Partie sein können, hätte die SG vorne einen starken Werfer mehr zur Verfügung. Ohne den Rückraumspieler wäre die Aufgabe in Varel-Friesland für Ratingen doppelt schwierig. FOTO: Achim Blazy (ARCHIV)
Ratingen. Handball-Drittligist Ratingen liegt auf Platz fünf deutlich besser als Varel. Die Gastgeber geben aber nicht so schnell auf. Von Erdinc Özcan-Schulz

Bevor es in die kurze Pause über Weihnachten und Neujahr steht, müssen die Drittliga-Handballer der SG Ratingen rund 300 Kilometer reisen, denn das letzte Spiel des Jahres 2015 führt sie zur HSG Varel-Friesland (heute 19.30 Uhr). Dass die Fahrt in den Norden für den Tabellenfünften kein lockerer Ausflug wird, steht für SG-Spielertrainer Simon Breuer fest. "Ich erwarte genau so eine enge Partie wie im Hinspiel", sagt Breuer. Er ist davon überzeugt, dass sein Team erneut über die kompletten 60 Minuten kämpfen muss. Am 29. August hatte es für die Ratinger zum Saison-Auftakt einen hauchdünnen 22:21-Erfolg gegeben.

Der Hinweis auf die Tabelle vermag Breuer nicht von seiner sehr vorsichtigen Einschätzung abzubringen. Dabei spricht die Entwicklung in den vergangenen Monaten grundsätzlich für Ratingen, das sich längst aus den unteren Tabellenregionen an die Spitze des Mittelfeldes nach oben gearbeitet hat und inzwischen auf dem fünften Platz steht (18:12 Zähler). Die Friesländer hingegen liegen als Elfter (12:18) lediglich drei Zähler vor dem Soester TV, der momentan auf dem ersten Abstiegsplatz steht (Rang 14/(9:21). "Das ist eine kampfstarke Truppe", betont Breuer.

Diese Einschätzung unterstrich die Mannschaft von HSG-Trainer Andrzej Staszewski gerade in der vergangenen Woche gegen den die mit Ex-Weltmeister Florian Kehrmann verstärkte HSG Handball Lemgo II. Trotz eines 20:25 (50.) gab sich das Team nicht auf und mussten sich am Ende nur knapp mit 27:29 geschlagen geben. Um für möglichst viel Unterstützung zu sorgen, hat der Verein über die Unterstützung durch einen Sponsor Jugendliche unter 15 Jahren eingeladen, die mit für einen Hexenkessel sorgen sollen.

Obwohl Breuer natürlich überlegt, wie er mit seinen Nebenleuten die stabile 6:0-Deckung der Gastgeber knacken kann, sieht er den Schlüssel zum Erfolg eher in der Defensive: "Je weniger wir hinten zulassen, umso weniger Treffer müssen wir vorne für einen Sieg erzielen." Abwehrchef Damian Janus und seine Nebenleute sollten also auf der Hut sein.

In Marek Mikeci verfügt die HSG Varel/Friesland über einen starken Schützen, der mit 86 Treffern wie Ratingens Mike Schulz zu den zehn besten Werfern der Liga gehört. "Wir sind weit davon entfernt, irgendeinen Gegner zu unterschätzen", mahnt Breuer Vorne könnte beispielsweise Rückraumspieler Arthur Giela eine tragende Rolle spielen - wenn er denn bei Kräften ist, denn in dieser Woche plagte ihn eine sehr hartnäckige Erkältung.

Anfällig zeigen sich die Gastgeber bisweilen beim Rückzugsverhalten bei Gegenstößen. Demnach bietet sich den Ratingern hier eine gute Chance, wenn sie die Reisestrapazen schnell genug abschütteln können. Durch einen Sieg kann die SG ihren fünften Platz untermauern und völlig entspannt in die Pause gehen. Das dürfte Motivation genug sein, sich auf der Zielgeraden des Jahres noch einmal zu schinden.

Quelle: RP
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