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Lokalsport
Bernd Krayer läuft den Mauerweglauf in Berlin

Ratingen. 50 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer ging es in der heutigen Bundeshauptstadt noch einmal auf die 161 Kilometer lange Strecke, die damals dem Verlauf der Mauer entsprach - es starteten die Leichtathleten. Bernd Krayer vom TuS Breitscheid hatte in der Vorbereitungszeit über 1500 Trainingskilometer absolviert und startete morgens um 6 Uhr im Ludwig-Jahr-Sportpark.

Anlässlich des Jahrestages des Mauerbaus hatten sich die Veranstalter etwas Besonderes einfallen lassen. Am Brandenburger Tor wurde eine symbolische Mauer aus Holzsteinen aufgebaut. Diese Steine wurden dann von den 350 Teilnehmern, die als Sololäufer unterwegs waren sowie den Staffelläufern wieder abgebaut. Dieser Höhepunkt der Laufstrecke war bereits nach sieben Kilometern erreicht und danach ging es für das Läuferfeld zum Checkpoint Charly.

Bedrückend war immer wieder die Konfrontation mit der damaligen Realität entlang der Mauer, da an vielen Stellen mit Gedenkstelen an die Maueropfer erinnert wurde. In jedem Jahr wird an ein Maueropfer erinnert, dessen Konterfei dann auch die Medaille für die Finisher ziert. Karl Heinz Kube wurde 1966 bei einem Fluchtversuch erschossen und nach rund 60 Kilometern erreichten die Läufer diesen Punkt.

Dank eines nächtlichen Trainingslaufs über 42 Kilometer rund um den Baldeneysee machten auch die letzten Kilometer keine Probleme und Bernd Krayer konnte morgens um kurz nach 5 Uhr ins Stadion einlaufen. Nach 23 Stunden und 13 Minuten war der Mauerweglauf geschafft und die Zeit des Vorjahres um über 2:30 Stunden verbessert. Der Lohn: Platz 71 im Gesamteinlauf der Männer.

Quelle: RP
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