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Lokalsport
Breuer bleibt Spielertrainer der SG

Ratingen. Der Spielmacher wird das Team des Handball-Drittligisten noch zwei weitere Jahre coachen. Von Andre Schahidi

Die Meldung ist jetzt nicht ganz überraschend: Simon Breuer bleibt weitere zwei Jahre Spielertrainer der SG Ratingen in der Dritten Handball-Liga. Der Spielmacher, ohnehin mit einem Fünfjahresvertrag als Spieler ausgestattet, hatte in der laufenden Saison das Team von Richard Ratka zumindest bis Ende der Spielzeit übernommen. Nun entschieden sich beide Seiten, weitere zwei Jahre dranzuhängen. "Die Aufgabe macht mir viel Spaß, es ist eine tolle Herausforderung", sagt Breuer, der allerdings betont, dass er eigentlich gar nicht vorgehabt hatte, Trainer zu werden.

So sollte er bei der SG ursprünglich ins Marketing eingebunden werden. "Ich habe mich mittelfristig im organisatorischen Bereich gesehen", sagt Breuer. "Dass es am Ende der Spielertrainerposten wurde, damit hätte ich nicht gerechnet." Unter Breuer ist die SG aber durchaus erfolgreich unterwegs. Aktuell steht das Team auf Rang sechs der Tabelle, Abstiegssorgen sind nur noch rein theoretischer Natur. Auch deshalb ist die oberste Devise für Breuer, die restlichen neun Saisonspiele mit möglichst wenigen Verletzungen zu überstehen. "Die Liga ist sehr eng, von Platz fünf bis 14 ist alles möglich für uns. Ich möchte das Maximum herausholen", sagt er selbstbewusst.

Dabei scheut Breuer auch vor harten Entscheidungen nicht zurück. Bereits jetzt verspricht er einen Umbruch für die kommende Saison. Zwei, drei Linkshänder möchte Breuer im Kader haben. Dazu mehr Alternativen für die Deckung. Torhüter Mathis Stecken wird gehen, auch dafür muss ein Ersatz kommen, es heißt, dass auch ein paar andere Leistungsträger aus dem aktuellen Kader nach der Saison ihr Glück woanders suchen wollen - oder müssen. Denn es heißt, dass man bei der SG mit der Einstellung einiger Spieler nicht ganz zufrieden ist. Andersherum soll es auch im Kader Akteure geben, die sich im Löwenrudel nicht mehr unbedingt pudelwohl fühlen.

So oder so muss Breuer, der auch weiterhin von Urgestein Richard Ratka unterstützt wird, daran gelegen sein, den Kader zu verbreitern. Denn in einer semi-professionellen Liga kann man dauerhaft nicht mithalten, wenn bei manchen Spielen nur zwei bis drei Auswechselspieler (darunter Aushilfen aus der Reserve) auf der Bank sitzen. Dauerhaft auf alte Freunde wie Chris Rommelfanger zurückzugreifen, kann keine Lösung sein.

Die SG ist gerade dabei, sich abseits der "Platte" mit neuem Personal und einer neuen Geschäftsstelle zu professionalisieren. Mit einer langfristigen Trainerlösung tut sich der Verein auch sportlich einen Gefallen. Breuer hat sich als Fachmann erwiesen - und erkennt inzwischen auch, wenn er selber einen schlechten Tag erwischt. Er lernt kontinuierlich dazu - für das Löwenrudel kann das nur gut sein.

Quelle: RP
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