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Lokalsport
Brümmer trumpft groß auf

Angermund. Der Abwehrspieler des TV Angermund sorgt in der Defensive für Stabilität.

Wolfgang Friedrich war einst nicht nur ein glänzender Handballer, er scheint auch hellseherische Fähigkeiten zu besitzen. Im Oberliga-Heimspiel seines TV Angermund gegen den MTV Dinslaken lief für die Hausherren zunächst nicht viel zusammen. Da meinte der frühere Torjäger, der nun bei den Heimspielen mit dem Wedel unterwegs ist und für eine saubere Platte garantiert: "Keine Sorge, wir gewinnen noch mit vier Toren Unterschied." Ungläubige Blicke überall, doch die zweite Halbzeit sollte Friedrich recht geben, auch wenn es am Ende beim 32:29-Endstand "nur" drei Tore Unterschied waren.

Während Torwart Matthias Jakubiak im Verlauf des Spiels zu alter Form zurückfand (18 Paraden), lieferte auch die gesamte Abwehr im zweiten Durchgang einen starken Auftritt ab. Lars Brümmer und Benny Axning standen wie eine Mauer, und vorne konnte der starke Martin Gensch seinen Kreisläufer Nico Merten immer wieder mit feinen Anspielen in Szene setzen. Allein die vielen Bodenpässe des Rückraum-Routiniers waren sehenswert und Merten versteht es glänzend, auf engstem Raum und bei oft schon brutaler Gegenwehr an die Bälle zu kommen.

Die Entscheidung erzwang der TVA schließlich nach 45 Minuten. Gensch und der bestens aufgelegte Nils Thanscheidt warfen ein 23:21 heraus. Dinslaken wackelte und leistete sich erstmals eine Schwächephase. Martin Paukert traf im Siebenmeter-Nachwurf, auch Björn Thanscheidt war erfolgreich - 28:24 für den TVA (50.). Diese Führung gab der Tabellenzweite nicht mehr aus der Hand.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Uli Richter nach dem Schlusspfiff: "Unsere Deckung stand erheblich besser als zuletzt. Dieser Sieg gelang von hinten heraus, er ist hoch verdient." Und Hallensprecher Bernd Stemmer ergänzte: "Das war Handball auf höchstem Niveau."

Auch die Spieler waren sichtlich glücklich. "Wenn man wie wir so einen Klassemann wie Lars Brümmer hinten drin stehen hat, dann bezwingt man auch einen so starken Gegner wie Dinslaken", resümierte Nicolas Töpfer.

TVA: Jakubiak - Töpfer (2), Merten (8), Hasselbach (4), N: Thanscheidt (4), Brümmer, O. Mentzen, Axning (1), Gensch (7), B. Thanscheidt (1), P. Mentzen, Paukert (4/3), Winter (1). Zuschauer: 86.

(wm)
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