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Lokalsport
Das Löwenrudel agiert in Minden ziemlich zahnlos

Ratingen. Nach elf Minuten ist die Partie des Handball-Drittligisten eigentlich schon entschieden. Die SG verliert 28:35. Von André Schahidi

Für die dezimierte SG Ratingen gibt es in der Dritten Handball-Liga aktuell wenig zu holen. Das Löwenrudel, das noch für mehrere Wochen auf Spielmacher Dominic Kasal und Rückraumschütze Arthur Giela verzichten muss, präsentierte sich bei der Zweitvertretung von GWD Minden relativ zahnlos und verlor deutlich 28:35 (11:19).

Die Partie in der Hauptschulhalle in Dankersen war genau für sechs Minuten ein echtes Handball-Spiel. Yannick Eckervogt hatte gerade für die SG zum 3:4 verkürzt - und dann brachen alle Dämme. Binnen weniger als sechs Minuten gelangen den Gastgeben sechs Treffer in Folge. "Wir haben vorne einige ganz freie Würde vergeben, haben oft sofort den Tempogegenstoß kassiert", sagte Spielertrainer Breuer. "Dann kamen ein, zwei dumme Fehler dazu - und plötzlich liegst du so hoch zurück."

Richard Ratka nahm zwar nach dem 3:9 seine Auszeit, doch der zehnte Treffer folgte sogleich. Ein Rückstand, den das Breuer-Team nicht verkraftete. "Da spielt dann auch der Kopf mit", sagte Breuer. "Es ist leider genau das passiert, wovor ich vorher gewarnt habe. Unsere Rückwärtsbewegung war nicht gut. Dafür waren diese jungen Mindener aber einfach zu schnell."

Zumal danach auch noch das Verletzungspech zuschlug. Nach rund 13 Minuten knickte Abwehrchef Damian Janus unglücklich um, konnte danach nicht mehr weiterspielen. "Wenn Damian nicht mehr weiterspielt, muss wirklich etwas passiert sein", betonte Breuer, der eine Knöchelverletzung und eine mögliche Ausfallzeit beim Kreisläufer befürchtet.

Bis zur 25. Minute gelang es dem nun weiter dezimierten Löwenrudel zwar, noch einmal von acht auf fünf Treffer zu verkürzen. Dann jedoch nahm Minden seine Auszeit und schraubte das Ergebnis - auch begünstigt durch die einzige Zeitstrafe in der gesamten Partie, die Eckervogt absitzen musste - auf wieder acht Treffer zur Halbzeit hoch.

In der zweiten Halbzeit des insgesamt sehr emotionsarm geführten Spiels zerstreuten sich letzte Hoffnungen auf ein Comeback sofort: Minden gelangen zwei weitere Tore, der Zehn-Tore-Rückstand deutete auf ein Debakel hin. Obwohl die Ratinger mit Christian Rommelfanger (ein Tor) und Fabian Bednarzik (2) wieder zwei native Rückraumspieler mehr im Kader hatten, gelang es ihnen nur rudimentär, die Partie offen zu gestalten. "Wir sind ja nach der Pause noch einmal auf fünf Treffer herangekommen", sagte Breuer. "Aber fünf Minuten später waren es dann auch wieder zehn Stück."

So plätscherte die Partie dem Ende entgegen. "Minden hatte das Spiel im Griff", stellte Breuer fest. Das darf den Ratingern kommende Woche nicht passieren. Dann geht es gegen den Soester TV, eines der Kellerkinder der Liga. Breuer: "Soest sollten wir im Normalfall schlagen." Wichtig wäre es - denn Soest ist nach dem Sieg gegen Longerich nur noch fünf Punkte entfernt.

Quelle: RP
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