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Lokalsport
Defensive ist der Schlüssel zum Aliens-Erfolg

Ratingen. Beim 5:3 über Hamm zeigte sich die Abwehr des Eishockey-Viertligisten in prächtiger Form - bis auf eine kurze Auszeit. Von Nils Jewko

Das wohlverdiente Altbier aus der Flasche nach dem 5:3-Auftaktsieg über die Hammer Eisbären konnte Christoph Oster nicht vollends überzeugen. "Vom Fass ist besser", sagte der Torhüter der Ratinger Ice Aliens nach einem großen Schluck des tiefbraunen Getränks. Besser kam die Leistung des Eishockey-Viertligisten an. Im Duell mit dem Mitfavoriten hatte die Mannschaft von Trainer Alexander Jacobs das Spiel über weite Strecken im Griff und nahm sich nur kurz vor dem Ende des zweiten Drittels eine Auszeit. Die Folge: Die 3:0-Führung schmolz innerhalb von einer Minute auf ein mageres Törchen. "Das passiert im Eishockey nun mal. Kleine Fehler werden gegen gute Mannschaften schnell bestraft - auch in dieser Liga. Aber ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel noch aus der Hand geben", erklärte Oster.

Der wichtigste Schlüssel zum Erfolg war vor allem die stark verbesserte Defensive. Während die Ratinger Hintermannschaft sich in den Vorbereitungsspielen besonders anfällig präsentierte, stand die Abwehr um Jan-Philipp Priebsch mit Ausnahme des Hammer Doppelschlags sehr kompakt und gewann den Großteil der Zweikämpfe. "Das Training unter der Woche war darauf ausgelegt, dass wir unsere Gegenspieler besser im Auge haben. Bis auf die kurze Schwäche, die wir hatten, haben wir es dann auch gut umgesetzt", sagte Priebsch. Und Oster ergänzte: "Es war defensiv bislang unser bestes Spiel. In der Vorbereitung wird allerdings viel getestet und das sollte man nicht mit einem Ligaspiel vergleichen." Die Intensität ist da schon eine ganz andere.

Der zweite siegbringende Faktor war das Überzahlspiel. Gleich drei Treffer erzielten die Ice Aliens mit mindestens einem Mann mehr auf dem Eis. Erster Profiteur von der nummerischen Überlegenheit der Ratinger war Youngster Maurice Becker, der seine starke Form aus den Testspielen bestätigte und zwei seiner insgesamt drei Treffer im Powerplay erzielte. "Wir haben das Spiel durch unsere Strafzeiten verloren", befand daher Gästecoach Daniel Galonska. Aber auch, weil seine Angriffsreihen in der Regel keine passenden Mittel fanden, um die Ratinger Defensive zu knacken oder Goalie Oster zu überwinden - der sich das Altbier nach der Partie redlich verdient hatte.

Quelle: RP
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